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Der Volkswagen Konzern erhöht die Produktion von E-Autos

Die „Roadmap E" sieht bis 2022 insgesamt 16 Produktionsstandorte für E-Autos vor.

Auf der Jahrespressekonferenz kündigten Konzern-CEO Matthias Müller (li.) und Finanzvorstand Frank Witter (re.) neue E-Modelle an und legten die Zahlen für 2017 vor. | Foto: Volkswagen
Auf der Jahrespressekonferenz kündigten Konzern-CEO Matthias Müller (li.) und Finanzvorstand Frank Witter (re.) neue E-Modelle an und legten die Zahlen für 2017 vor. | Foto: Volkswagen
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Gregor Soller

Die Dieselkrise scheint den Wandel zur Elektromobilität bei Volkswagen nachhaltig zu beschleunigen: Auf der Jahrespressekonferenz kündigte man an, bis Ende 2022 an 16 Standorten weltweit batterieelektrische Fahrzeuge produzieren zu wollen. Aktuell fertigt man an drei Standorten E-Fahrzeuge, in zwei Jahren sollen dafür neun weitere Werke des Konzerns gerüstet sein. Um für den massiven Ausbau der Elektromobilität Batteriekapazitäten zu sichern, wurden Partnerschaften mit Batterieherstellern für Europa und für China vereinbart. Die bisher beauftragten Umfänge belaufen sich auf ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro. Für Nordamerika steht die Lieferantenentscheidung kurz bevor.

Bis zum Jahr 2025 sollen so bis zu drei Millionen E-Autos pro Jahr zu gebaut werden und 80 neue elektrifizierte Konzernmodelle auf den Markt kommen. Zu den acht E-Autos und Plug-In-Hybriden, die der Konzern bereits im Programm hat, kommen bereits im laufenden Jahr neun weitere neue Fahrzeuge hinzu - davon drei reine E-Fahrzeuge. Einige Neuheiten wurden bereits vergangene Woche auf dem Autosalon in Genf vorgestellt, darunter der Audi e-tron, der Porsche Mission E und der I.D. Vizzion. Ab 2019 gehe es dann bei der E-Modelloffensive „fast im Monatsrhythmus" weiter, sagte Konzern-CEO Matthias Müller: „Über alle Marken und Regionen hinweg wollen wir auf diese Weise schon in wenigen Jahren die weltweit größte Elektro-Flotte auf die Straße gebracht haben."

Der moderne Dieselantrieb bleibe aber – auch mit Blick auf den Klimaschutz – Teil der Lösung, nicht das Problem. „Wir investieren kraftvoll in die Mobilität von morgen – aber ohne die aktuellen Technologien und Fahrzeuge zu vernachlässigen, die noch für Jahrzehnte eine wichtige Rolle spielen werden", sagte Müller.

Das wichtige Zukunftsthema „Digitalisierung" treibt im Konzern ein eigener Vorstandsausschuss unter der Leitung von Konzernchef Müller voran. „Die Zukunft der Mobilität gewinnt langsam Konturen, genauso wie die künftige Gestalt des Volkswagen Konzerns", so Müller: Der im Konzern entworfene SEDRIC werde künftig „bei einer unserer Konzernmarken in Richtung Serie weiterentwickelt", kündigte Müller an.

Das Geschäftsjahr 2017 war erfolgreich: Bei fast allen wesentlichen Kennzahlen wurden Rekordwerte erzielt, allen voran bei den ausgelieferten Fahrzeugen: 10,7 Mio. Kunden weltweit – mehr als je zuvor – haben sich im letzten Jahr für ein Modell einer Konzernmarke entschieden. Darin enthalten sind die Verkäufe der chinesischen Joint Ventures, die im Berichtsjahr 2017 (inkl. Hongkong und Importe) 4,2 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert haben. Das waren 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 230,7 Mrd. Euro um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert, auch das neuer Rekord. Das galt auch für das Operative Ergebnis – es betrug nach Sondereinflüssen 13,8 Mrd. Euro.

Was bedeutet das?

Der Volkswagen-Konzern fuhr das beste Ergebnis seiner Geschichte ein und nutzt das für die Umstellung auf Elektromobilität. Man darf gespannt sein, welche Modelle den Ankündigungen folgen und wie die Kunden diese annehmen werden. Und was mit all den emissionstechnischen Altlasten passiert, die VW-Chef Müller am liebsten sofort hinter sich lassen würde, die juristisch und real aber noch lange nachwirken werden - da mag die Zukunft noch so rosarot elektrisch gemalt sein.

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