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Der VMF nimmt Stellung zur Zukunft des Dieselantriebs

Ein Verbot der Selbstzünder und Einbruch der Zulassungszahlen sind aktuell nicht in Sicht.
Aktuell noch alternativlos: Vor allem in der oberen Mittelklasse dominieren die Fuhrparks laut VMF weiterhin Euro-6-Diesel wie der Mercedes-Benz E 220d. | Foto: Daimler
Aktuell noch alternativlos: Vor allem in der oberen Mittelklasse dominieren die Fuhrparks laut VMF weiterhin Euro-6-Diesel wie der Mercedes-Benz E 220d. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) nahm die Unsicherheit in Sachen Diesel zum Anlass, sich die Marktentwicklung nochmals genauer anzusehen. Die VMF-Gesellschaften betrachteten jetzt die möglichen negativen Auswirkungen wie Restwertabsenkung oder einen möglichen höheren Treibstoffverbrauch nach dem Update der Software.

Das Resümee: VMF sieht aktuell keinen Einbruch von Diesel-Fahrzeugen in Fuhrparks. Nach wie vor sind die Diesel in deutschen Fuhrparks überproportional stark vertreten. 45,9 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge verfügten 2016 über einen Selbstzünder. Das waren laut Kraftfahrtbundesamt zwei Prozentpunkte weniger als 2015. Inwiefern es in 2017 speziell in Firmenfuhrparks zu weiteren spürbaren Rückgängen kommt, bleibt noch abzuwarten. Bekanntlich hat dieser Teilmarkt andere Gesetzmäßigkeiten als der Privatmarkt. Dort ist die aktuelle Verunsicherung deutlicher abzulesen.

Laut VMF fehle es aktuell an marktreifen Alternative für lange Strecken. Ein generelles, regionales Dieselverbot sieht der VMF bisher nicht. Negativ: Die Informationen durch Volkswagen über den Abgasskandal an die Kunden und die Nachrüstungen liefen laut VMF schleppend. Zwar seien diese Wogen geglättet, wenn man die Technik um den Dieselskandal betrachtet. „Allerdings waren daraufhin die Gebrauchtwagenpreise bei den vom Skandal betroffenen Dieselfahrzeugen aus dem VW-Konzern um einige Prozentpunkte abgesackt und werden sich aus unserer Sicht auf diesem niedrigeren Niveau jetzt stabilisieren“, so Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF. Insofern ist ein möglicher Wertverlust alleine durch die negative Diskussion um den Diesel bei diesen Fahrzeugen schon vorweggenommen. Inwiefern die Restwerte für Dieselfahrzeuge und speziell für Leasingrückläufer auch von anderen Herstellern mittelfristig nachgeben werden, bleibt laut VMF abzuwarten.

Wenn der DAT auch mit seiner Umfrage bei 700 Autohändlern im Mai 2017 feststellt, dass gebrauchte Dieselfahrzeuge aktuell wegen der Kundenverunsicherung im Durchschnitt 12 Tage länger auf dem Hof stehen, aber kein spürbarer Wertverlust eingetreten ist, sollte man die täglichen Standkosten von circa 24 Euro pro Tag nicht außer Acht lassen. Interessant werden künftige Möglichkeiten der Nachrüstung von EU 5 auf EU 6 sein.

Was bedeutet das für die Kunden?
Entscheidend für Flottenbetreiber ist jetzt, dem richtigen Leasinggeber bei seiner Beratung in der Auswahl der Fahrzeuge zu vertrauen. Der trägt laut VMF nicht nur das spätere Vermarktungsrisiko, sondern hat auch langjährige Erfahrungswerte und sollte adäquate Vorkehrungen treffen.

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