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Der neue Camry ist ein geräumiger Gleiter

Beim ersten Kennenlernen in Kroatien zeigte sich die Hybrid-Limousine von Toyota als interessantes Modell nicht nur für vorausschauend fahrende gewerbliche Nutzer.

Durch den langen Radstand bietet die Stufenhecklimousine Fahrgästen viel Platz. | Foto: D. Fund
Durch den langen Radstand bietet die Stufenhecklimousine Fahrgästen viel Platz. | Foto: D. Fund
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Ab dem 26. April 2019 verkaufen die Toyota-Händler die neue Mittelklasse-Limousine Camry, die Ende Juli/Anfang August ausgeliefert werden soll. Die achte Generation der Stufenhecklimousine wird hierzulande nur mit Hybridantrieb in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich sein: einer auf gewerbliche Nutzer zugeschnittene „Business Edition“ und einer „Executive“-Variante, die in erster Linie selbst fahrende Taxi- oder Mietwagenunternehmer interessieren wird. Letztere konnte VM im hügeligen Hinterland der kroatischen Großstadt Split erstmals Probe fahren.

Der neue Camry gefällt durch bequeme Ein- und Ausstiege vorn wie hinten und sein gutes Platzangebot. Selbst hinter dem ganz abgesenkten und nach hinten gefahrenen Beifahrersitz haben große Mitfahrer noch ausreichend Kniefreiheit und auch die Kopffreiheit passt. Selbst der Mittelsitz mit integriertem Dreipunktgurt lässt sich nutzen, wenn auch mit den in der Mittelklasse üblichen Kompromissen.

Da unter der Rücksitzbank der neue Nickel-Metallhydrid-Akku sitzt, kann man nach dem Entriegeln vom Kofferraum aus nur die Rücksitzlehnen asymmetrisch geteilt umlegen. Dabei entsteht eine nicht sehr hohe „Durchreiche“. Der Kofferraum ist recht tief, weist aber eine deutliche Ladekante auf und die Öffnung ist recht kurz.

In der Innenraumgestaltung ist der Camry viel hochwertiger als bisherige Toyota-Modelle und nähert sich mit Materialien, die sich hochwertig anfühlen, stark der Marke Lexus an. Während die Grundfunktionen und die meisten der vielen Lenkradtasten selbsterklärend sind, erfordern das zentrale kleinteilige Display hinter dem Lenkrad und der Touchscreen für Navi und Audioanlage einige Eingewöhnungszeit.

Der 2,5-l-Vierzylinder und ein Elektromotor bieten mit einer Systemleistung von 160 kW/218 PS bei Bedarf starken, dann aber auch lauten Vortrieb. Wer vorausschauend und ausgeglichen fährt, freut sich über die angenehm niedrige Geräuschkulisse, die auf eine gute Dämmung der Motor- und Abrollgeräusche und die einprogrammierten Gangsprünge des eigentlich stufenlosen CVT-Getriebes zurückgeht. Manuell kann man in dessen Arbeit nur mit dem Wählhebel eingreifen, was meist nur bergab zur Nutzung der Motorbremswirkung wirklich etwas bringt.

Mit den bei der aufwendigeren Ausstattung aufgezogenen 18-Zoll-Rädern war der neue Camry sehr ausgewogen abgestimmt. Er rollt komfortabel über langgezogene Bodenwellen auf Autobahnen, ohne sich aufzuschaukeln, nimmt auch kurze Bodenwellen geschmeidig und lässt sich prima durch die Kurven zirkeln. Zum Spar- kommt bei diesem Auto auch Fahrspaß hinzu, solange man keine ausgesprochen sportlichen Ambitionen hegt.

In der „Business Edition“ hat der Camry unter anderem eine Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera, einen Auffahrwarner, die Verkehrsschilderkennung, einen Fernlichtassistenten, Einparksensoren vorn und hinten, Ledersitze und die Sitzheizung sowie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. So soll er 33.605 Euro (Preise ohne MwSt.) kosten. Beim „Executive“ für 35.622 Euro kommen unter anderem LED-Scheinwerfer, ein Navi und ein Rückfahrassistent hinzu.

„Mit dem Camry wollen wir in Deutschland zu rund 80 Prozent Geschäftskunden ansprechen“, erklärte Mario Köhler, Leiter des Geschäftskundenservice von Toyota und Lexus. „Deshalb erwarten wird, dass auch ungefähr dieser Prozentsatz auf die ‚Business Edition‘ entfällt.“ Laut Köhler sind Taxis und Dienstwagen für den Camry die wichtigste Zielgruppe. Das Fahrprofil von Dienstwagenfahrern, die in erster Linie Autobahnkilometer „schrubbten“, decke die Hybridlimousine nicht so gut ab, sagte er sinngemäß.

 

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