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Dataforce: WLTP wirkt nach

Laut Dataforce bleiben die Pkw-Neuzulassungen auch drei Monate nach der WLTP-Einführung weit hinter den Vorjahreswerten zurück.

Dataforce sieht in den Absatzzahlen für November immer noch ein Nachwirken der WLTP-Einführung. | Quelle: Dataforce
Dataforce sieht in den Absatzzahlen für November immer noch ein Nachwirken der WLTP-Einführung. | Quelle: Dataforce
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Gregor Soller

WLTP sorgt weiter für Vorsicht im Markt. Insgesamt gab dieser laut einer Dataforce-Analyse um 9,9 Prozent nach, bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen. Trotzdem liegen die kumulierten Neuzulassungen auch nach elf Monaten noch leicht über dem Niveau von 2017. Der Flottenmarkt (gewerbliche Neuzulassungen ohne Hersteller, Handel und Autovermieter) musste einen Rückgang von 9,1 Prozent hinnehmen. Unter Einbeziehung der Marken wird deutlich, dass das Minus auf das Konto von wenigen Herstellern geht, die entweder noch im Rückstand bei der WLTP-Homologation waren (Audi, Mercedes) oder aber bei denen im Vergleich zu 2017 einzelne Großaufträge fehlen (Renault, Peugeot). Andere Marken haben sich dagegen schon wieder stabilisiert oder konnten satte Zuwächse verbuchen.

Bei den sonstigen gewerblichen Neuzulassungen auf die Sondereinflüsse Fahrzeugbau, -handel und Autovermieter lag das Minus bei 4,3 Prozent. Das Niveau der Zulassungen liegt damit schon wieder recht nahe an dem vor der WLTP-Einführung. Verständlicherweise bedienen die Hersteller aber erst die anderen Kanäle bevor sie weitere taktische Zulassungen vornehmen, zumal durch die Welle im Juli und August auch noch einige Fahrzeuge auf den Höfen stehen dürften. Stark nachgegeben hat dagegen der Privatmarkt, der im November 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,1 Prozent verlor. Der ist nach Einschätzung von Dataforce inzwischen kaum noch von den WLTP-Problemen betroffen. Ein Widerspruch, der sich bei genauerer Betrachtung wie folgt auflösen lässt: Die vom November 2017 herangezogenen Vergleichswerte waren durch die Diesel-Eintauschprämien der Hersteller stark erhöht. Ohne diesen Sondereffekt kann das Zulassungsniveau nicht mithalten. Vergleicht man die aktuellen Zahlen dagegen – saisonbereinigt – mit den Monaten vor Einführung der Prämien, so ergibt sich ein sehr ähnliches Niveau.

Durch die breitere Verfügbarkeit von Euro 6d Temp Modellen hat sich im November der Anteil der Dieselfahrzeuge wieder leicht erhöht. Bis auf den Fahrzeughandel haben alle Kanäle wieder stärker auf Selbstzünder gesetzt. Auch das schwindende Gewicht des Privatmarkts, der generell mehr Benziner zulässt, verhilft dem Diesel Marktsegment übergreifend zu einem höheren Anteil.

Was bedeutet das?

Der Diesel scheint sich mit Euro 6d Temp auf deutlich niedrigerem Niveau stabilisiert zu haben – für Vielfahrer und Kilometerfresser bleibt er nach wie vor eine interessante Alternative.

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