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Dataforce sieht "Elektro-Schock" im Privatmarkt

Im Privatmarkt haben sich die Elektrozulassungen fast halbiert, Hybride boomen, Transporter behaupten sich, doch auch E-Vans lassen Federn. Gewichte verschieben sich von Privat und Flotte zu taktischen Zulassungen von Vermietern und Fahrzeugbau. Ostereffekt spürbar.

Tendenz fallend: E-Autos im Privatmarkt verkaufen sich nur schleppend - im Bild die Auslieferung von VW im E-Werk Zwickau. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt
Tendenz fallend: E-Autos im Privatmarkt verkaufen sich nur schleppend - im Bild die Auslieferung von VW im E-Werk Zwickau. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt
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Johannes Reichel

Im März 2024 haben die deutschen Pkw-Neuzulassungen um 6,2 Prozent nachgegeben. Allerdings standen auch ganze drei Arbeitstage weniger zur Verfügung als im März 2023. Unter Berücksichtigung dieses Kalendereffekts bleiben die Neuzulassungen mit 2,0 Prozent leicht im Plus. Im laufenden April wird sich dieses Bild dann umdrehen, da 3 Arbeitstage mehr zur Verfügung stehen.

Flotte und Privat verlieren überproportional

Der Blick in die einzelnen Marktsegmente offenbart überproportionale Rückgänge im Relevanten Flottenmarkt (-12,5 %), im Privatmarkt (-9,4 %) und im Fahrzeugbau (-14,5 %). Alle drei Segmente entwickelten sich auch arbeitstäglich bereinigt negativ. Das zeigt, dass der erhöhte Auftragsbestand weitgehend abgearbeitet ist und Hersteller und Handel nun wieder neue Bestellungen einsammeln müssen. Angesichts der angespannten Wirtschaftslage und der Verunsicherung potentieller Autokäuferinnen und Autokäufer ist das keine leichte Aufgabe. Zuwächse gab es hingegen bei den Eigenzulassungen des Fahrzeughandels und im Segment der Autovermieter. Die Nachfrageschwäche wird also weiterhin mit taktischen Zulassungen kompensiert.
 

Private Elektrozulassungen haben sich fast halbiert

Über den signifikanten Rückgang der Zulassungen von batterie-elektrischen Fahrzeugen (BEVs) um 29 Prozent wurde bereits letzte Woche berichtet. Eine genauere Betrachtung der Marktsegmente offenbart jetzt, dass dieser Rückgang hauptsächlich auf private Käuferinnen und Käufer zurückzuführen ist: Die BEV-Zulassungen im Privatmarkt sanken drastisch um 42 Prozent. Im Vergleich dazu verzeichnete der Flottenmarkt „nur“ einen Rückgang von 26 Prozent. Die Fahrzeughersteller reagierten mit einer Erhöhung ihrer Eigenzulassungen um 55 Prozent.

Plug-in-Hybride keine Alternative

In Bezug auf die bevorzugte Antriebsart der Privatpersonen zeigt sich, dass auch Plug-in-Hybride mit einem Rückgang von 34 Prozent keine attraktive Alternative darstellen. Die Zulassungen von privaten Benzinern, einschließlich solcher mit Startergenerator, blieben stabil. Einen Zuwachs erlebten hingegen die Vollhybride: Die steckerlosen Teilzeitstromer verzeichneten im Privatmarkt ein Wachstum von 30 Prozent und ihr Marktanteil stieg erstmals auf 6 Prozent an.

Transporter behaupten sich - E-Vans gehen zurück

Der Transportermarkt, bestehend aus den Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge und deren Pkw- Varianten, erreichte im März ein Plus von 2,1 Prozent, und das trotz der drei fehlenden Arbeitstage. Dabei stachen vor allem die deutlich höheren Eigenzulassungen des Fahrzeughandels (+28,2 %) heraus. Hingegen konnten sich Flotte (-0,9 %) und Privat (-5,8 %) dem Kalendereffekt nicht ganz entziehen. Insgesamt bleibt die Entwicklung in diesem Jahr aber positiv. Bei den Kraftstoffarten zeigt sich eine Rückkehr zum bewährten Dieselantrieb. Benziner verloren 20 Prozent, Batterie-elektrische Transporter gaben um 8 Prozent nach. Weitere Varianten wie Hybride oder Gasantriebe kommen im Transportermarkt nur auf eine Nischenrolle.

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