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Dataforce-Analyse: In Flotten legen Stromer zu, privat Benziner

Mit dem zweithöchsten Monatsvolumen überhaupt bestätigt der Flottenmarkt den Aufwärtstrend, erneut vor Privat. Hier sind allerdings Benziner am stärksten gefragt, in Flotten dafür Elektroautos. Rückläufige Nachfrage nach Wohnmobilen bremst Transportermarkt.

Bei den Neuzulassungen sind privat Benziner am stärksten gefragt, in Flotten wird der BEV allmählich entdeckt und verzeichnet den stärksten Zuwachs. | Foto: VW
Bei den Neuzulassungen sind privat Benziner am stärksten gefragt, in Flotten wird der BEV allmählich entdeckt und verzeichnet den stärksten Zuwachs. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Im März 2023 hat sich der deutsche Pkw Markt weiter erholt, konstatiert die neueste Auswertung der Analyseagentur Dataforce. Die Neuzulassungen kletterten um 16,6 Prozent im Vergleich zum März 2022. An die Nachfrage vor Corona reichen die Neuzulassungen dabei noch nicht heran, so die Analysten. Um den Durchschnitt der Jahre 2015-2019 zu erreichen, müsste der Markt noch um weitere 21 Prozent wachsen. Doch bei den Privatkunden sei von der Erholung bislang nur wenig zu spüren. Ihre Neuzulassungen wuchsen im März nur um magere 2,1 Prozent.

Der "Relevante Flottenmarkt" eilt zu neuen Rekorden

Deutlich besser ist die Lage bei den Firmenwagen. Die müssen aufgrund ihrer hohen Laufleistung von durchschnittlich rund 30.000 km pro Jahr regelmäßig ersetzt werden, so die Analysten. Nach den Lieferengpässen der letzten Jahre hat sich somit viel Nachfrage angestaut. So hat der Relevante Flottenmarkt mit einem Wachstum von 23,8 Prozent den Gesamtmarkt deutlich übertroffen. Zudem sind 96.022 Neuzulassungen nach dem Dezember 2022 der zweithöchste Monatswert in den bis 2001 zurückgehenden Dataforce Aufzeichnungen. Außerdem war der Flottenmarkt bislang in allen drei Monaten des Jahres der wichtigste Verkaufskanal noch vor dem Privatmarkt.

Langsame Normalisierung bei den taktischen Zulassungen

Auch die Eigenzulassungen von Fahrzeugbau (+22,5%), Fahrzeughandel (+20,8 %) und die Zulassungen der Autovermieter (+43,7 %) haben im März deutlich zugelegt. Die hohen prozentualen Steigerungen kommen aber vor allem durch die niedrigen Vergleichswerte zu Stande. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015-2019 erreichen 33 Prozent weniger Pkw den Markt über diese Sondereinflüsse. Schnäppchen mit einer stark rabattierten Tageszulassung könnten aktuell nur wenige Autokäufer*innen machen.
 

Die Deutschen haben mehr Lust auf Verbrenner

Der Wegfall des Umweltbonus sowie fallende Kraftstoffpreise hätten das Interesse an Verbrennungsmotoren noch einmal angekurbelt, so die Spezialisten. Benziner und Benzinhybride wuchsen mit +28,4 Prozent noch etwas stärker als Elektroautos mit +28,0 Prozent. Auch der Absatz von Dieselfahrzeugen stieg um 14 Prozent. Der Zuwachs an Selbstzündern wurde aber nur von Flotten (+24 %) und sonstigen gewerblichen Zulassungen (+13 %) getragen, während die Dieselzulassungen von Privatkunden um 6 Prozent nachgaben.

Flottenbetreiber entdecken den BEV

Auch bei der am stärksten wachsenden Kraftstoffart muss zwischen Flotten- und Privatmarkt unterschieden werden. Mit einem Plus von 16 Prozent liegen bei Privatkunden die Benziner vorne. Fuhrparkbetreiber verzeichnen mit 52 Prozent das stärkste Wachstum bei Batterie-Elektrischen Autos (BEVs). Einig sind sich beide Gruppen nur in Hinblick auf die Plug-In Hybride. Diese verloren 57 Prozent bei Privatkunden und 31 Prozent in Flotten.

Transportermarkt deutlich stärker als Pkw-Markt

Der Transportermarkt blieb im März hinter dem Pkw-Markt zurück. Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities kletterten im März um genau 10 Prozent. Warum der Transportermarkt sich langsamer erholt, zeigt der Blick auf die Marktsegmente. Denn die gewerblichen Kanäle haben allesamt überdurchschnittlich zugelegt, während der Privatmarkt um 6,7 Prozent gefallen ist. Eine tiefere Auswertung ist in den vorläufigen Zahlen noch nicht möglich. In den vergangenen Monaten zogen jedoch stark rückläufige Wohnmobilzulassungen den Privatkanal nach unten, während die Unternehmen weiterhin einen hohen Bedarf an Nutzfahrzeugen hatten.

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