Das ist die elektrische BMW-Zukunft bis 2024

BMW schaltet bei der Elektrifizierung des Portfolios einen Gang hoch.

Noch 2021 kommen iX und i4, 2022 folgt dann der i7. | Foto: BMW
Noch 2021 kommen iX und i4, 2022 folgt dann der i7. | Foto: BMW
Gregor Soller

Nachdem jetzt erste Autokonzerne auch offiziell den Ausstieg aus dem Verbrenner verkünden, legt auch BMW bei der Elektrifizierung nach. Wie die „Automobilwoche“ berichtet, hat sich BMW alle Modellbezeichnungen von i1 bis i9 schützen lassen, inklusive der SUV-Derivate iX1 bis iX9. Mit i4 und iX launcht man noch dieses Jahr zwei Neuheiten, die allerdings immer noch auf der „aktuellen“ CLAR-Clusterarchitektur stehen und die auch noch einige weitere Neuheiten tragen wird. Nach dem iX, der für rund 30.000 Einheiten im Jahr gut ein soll und zwischen X3 und X5 parkt, Letzteren aber beim Raumangebot locker erreicht, kommt der i4, der aus der Dreier-Reihe abgeleitet wurde. Aktuell berichtet die Automobilwoche von Akkugrößen zwischen 65 und 85 kWh und Leistungen von 300 bis 530 PS in alter Währung. Allradantrieb wird es optional auch geben – preislich dürfte der i4 aber deutlich über der Dreier-Reihe starten. 2022 folgt dann der i7, der vom neuen Siebener abgeleitet ist. Er soll bis zu 665 PS bieten und im Maximum mit einem 120-kWh-Akku aufwarten, um auch langstreckentauglich zu sein – und den 760 Li mit V12 abzulösen. 2024 soll der i5, der vom nächsten Fünfer abgeleitet ist, die „Lücke“ zwischen i4 und i7 schließen. Ihm sagt die Automobilwoche einen 110-kWh-akku, Allrad und bis zu 600 PS nach, womit er auch M-tauglich wäre.

Bei den X-Modellen sieht man sich mit iX und iX3 erstmal gut aufgestellt, Letzterer soll ab 2024 einen Nachfolger auf Basis des Verbrenner-X3 erhalten. Der i3 genießt noch bis 2024 Bestandsschutz, wobei ihm ein weiteres Akku-Update mittlerweile schon wieder gut täte, zumal seine Absatzzahlen mittlerweile anderes als beim Renault Zoe langsam wieder abbröckeln. Ihn soll ein iX1 ersetzen, der sich allerdings doch erheblich vom Standard-X1 unterscheiden soll: er soll deutlich futuristischer und aerodynamischer auftreten und könnte ab Ende 2022 Schützenhilfe nach unten leisten. China-exklusiv soll es ab 2022 auch eine elektrische Langversion des Dreiers geben, die eigentlich i3L heißen müsste und aus dem Dreier- respektive i4-Baukasten abgeleitet wird.

Insofern wird BMW bis 2024 sein Programm im Groben komplett elektrifiziert haben – trotzdem darf man gespannt sein, was mit CLAR 2, der neuen Clusterarchitektur, bei der der E-Antrieb im Vordergrund steht, dann noch alles folgen wird.

Was bedeutet das?

Die Cluster-Architektur ermöglicht es BMW, das Verbrennerprogramm je um rein elektrische Derivate zu bereichern. Insofern hat man mit i3, iX1, iX3, i4, i5, i7 und iX bis 2024 ein halbwegs komplettes Elektroportfolio am Start, das einen Kollaps der Verbrenner im Absatz auffangen könnte. Denn von i4 bis i7 „günstigere“ und „schwächere“ E-Varianten nachzuschieben, ist absolut kein Problem.

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