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Das ist der neue Ford Focus

Der Focus wird wieder in Saarlouis gebaut und kommt in drei Karosserieformen – alternative Antriebe sucht man vorerst jedoch vergebens.

Der neue Focus kommt wieder als Schrägheck, Limousine (für ausgewählte Märkte) und als Kombi Turnier. | Foto: Ford
Der neue Focus kommt wieder als Schrägheck, Limousine (für ausgewählte Märkte) und als Kombi Turnier. | Foto: Ford
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Gregor Soller

Vor allem in Sachen Wertigkeit und Assistenzsystemen soll der neue Focus einen großen Sprung gemacht haben. In Deutschland kommt der neue Focus in sechs unterschiedlichen Ausstattungslinien auf den Markt: Trend, Cool & Connect, Titanium, ST-Line, Vignale und der etwas später in der Produktion einsetzende Active (die erste Crossover-Variante dieser Baureihe). Erstmals wird die neue Baureihe auch mit einer 8-Gang-Automatik geliefert. Die Markteinführung des neuen Ford Focus in Deutschland ist für September geplant zu Preisen ab 18.700 Euro, was knapp 16.000 Euro netto entspricht.  

Vor allem bei den Fahrer-Assistenzsystemen wurde aufgerüstet: Der neue Ford Intelligent Drive Assist vereint die adaptive Geschwindigkeitregelanlage (ACC – Adaptive Cruise Control) mit einem Stau-Assistenten einschließlich Stop & Go-Funktion und dem so genannten Fahrspur-Piloten. Das ermöglicht bei den Ford Focus-Modellen mit Automatikgetriebe ein müheloses Mitrollen im stockenden Verkehr. Zusätzlich ist das System mit dem Verkehrsschild-Erkennungssystem verknüpft und passt die Geschwindigkeit auf wechselnden Straßenabschnitten automatisch an. Die adaptiven LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und kamerabasiertem Kurvenlicht reagieren zum ersten Mal überhaupt auch auf Verkehrsschilder entlang der Fahrbahn und passen den Scheinwerferkegel entsprechend an.

Der Aktive Park-Assistent „Plus“ mit Ein- und Ausparkfunktion und teil-automatisierter Fahrzeugführung steuert bei den Ford Focus-Modellen mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe auch die Gangwahl sowie die Brems- und Gaspedalbefehle. Der Ausweichassistent ESA (Evasive Steer Assistance) dient als aktive Lenkunterstützung für den Fall, dass das Auto Hindernisse umfahren muss, um eine Kollision zu vermeiden.

Erstmals kommt nun in der Ford Focus-Baureihe optional das Interaktive Fahrwerksystem mit elektronischer Dämpferreglung CCD (Continuously Controlled Damping) sowie eine Fahrmodus-Regelung zum Einsatz. Im Zusammenspiel mit neu entwickelten Fahrwerksfedern – einem Patent von Ford – soll das die Fahrdynamik weiter steigern, für die die Baureihe bekannt ist.

Auch der Focus wächst (leider) wieder: In der Länge legt der neue Ford Focus gegenüber dem Vorgänger um 18 Millimeter (Limousine) beziehungsweise um 108 Millimeter (Turnier)zu. Fafür baut er 15 Millimeter (Limousine) beziehungsweise 20 Millimeter (Turnier) flacher. In der Breite kommen 2 Millimeter hinzu. Wichtiger: Der Radstand der 5-türigen Karosserieversion und des Turniers legt gegenüber der Vorgängergeneration um 52 Millimeter zu. Besonderes Augenmerk legten die Designer des neuen Ford Focus auch auf Aerodynamik: Der Luftwiderstandsbeiwert beträgt cw 0,273 für die 5-türige Limousine.

Der neue Ford Focus kommt mit Ford EcoBoost-Turbobenzinern und EcoBlue-Turbodiesel-Motoren auf den Markt. Sie erfüllen die Emissionsklasse Euro 6d-temp auf Basis des neuen WLTP-Testzyklusses (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure).

Die 1,0—Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Benziner leisten 62 kW (85 PS), 74 kW (100 PS) und 92 kW (125 PS). Mit 1,5 Liter Hubraum 110 kW (150 PS) und 134 kW (182 PS). Beide Aggregate haben eine Zylinderabschaltung, die Ford als erster Autohersteller überhaupt für Dreizylinder-Motoren eingeführt hat.Die zwei 1,5-Liter-EcoBlue-Vierzylinder-Turbodieselmotoren leisten 70 kW (95 PS) oder 88 kW (120 PS), der 2,0 Liter große Vierzylinder leistet 110 kW (150 PS). Das neue, schnell schaltende 8-Gang-Automatikgetriebe lässt sich mit den 125 PS und 150 PS starken EcoBoost-Benzinern sowie mit den EcoBlue-Dieselmotorisierungen mit 120 PS und 150 PS kombinieren. Die adaptive Schaltstrategie passt sich dem individuellen Fahrstil an und sorgt für optimale Gangwechsel. Das System erkennt Bergauf- und -Bergabfahrt ebenso wie eine sportliche Fahrweise.

Was bedeutet das?

Ford hat den neuen Focus massiv verbessert, bleibt aber komplett im konventionellen Fahrzeugschema. Auf Antriebs- und Konzeptalternativen wird man noch warten müssen.

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