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Das ist der neue Audi A6

Der A6 kommt als Mildhybrid-Varianten und startet ausschließlich als Verbrenner.

Lang erwartet: Der neue A6 ist Audis Beitrag gegen 5er und E-Klasse. | Foto: Audi
Lang erwartet: Der neue A6 ist Audis Beitrag gegen 5er und E-Klasse. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Audi stellt mit dem A6 das dritte (und stückzahlenstärkste) Modell seiner sogenannten MLB-Evo-Architektur vor. In Ingolstadt durften wir auf dem Qualitätsworkshop schon mal „probe sitzen“ im neuen A6. Der ist wieder eng mit dem Fließheckbruder A7 verwandt und soll Audis neue Businessalternative in der oberen Mittelklasse sein. Ein Thema war hier auch wieder der cW-Wert, der auf 0,24 gedrückt werden konnte.

Das Interieur entspricht dem A7, heißt: Große Glasflächen und Screens, die ein neues Bedienkonzept bedingen: Bis zu sieben Fahrer sollen bevorzugte Einstellungen in individuellen Benutzerprofilen speichern und bis zu 400 Parameter festlegen können – bleibt die Frage, ob das jemand wirklich möchte. Dabei soll die nächste Stufe der Sprachsteuerung den neuen Audi A6 zum „Dialogpartner“ machen: Sie soll Fragen und Kommandos auf zwei Wegen verarbeiten können: Einerseits mit Daten, die onboard abgelegt wurden, andererseits in Verbindung mit der MMI Navigation. Dazu kommen  zusätzlich detaillierte Daten aus der Cloud. Einparken kann der neue A6 dann auch vollkommen autonom per App. Das Head-up-System wurde jetzt harmonischer integriert als beim Vorgängermodell, die Wertigkeit der Materialien ist hoch, übertrifft den Vorgänger aber nicht. Fahrwerkstechnisch wird auch der A6 optional nicht nur Allradgetrieben, sondern auch allradgelenkt antreten. Außerdem ergänzt das mechanische Fahrwerk in Normal- und Sportausführung je nach Ausstattung und Geldbeutel eine elektronische Dämpferregelung und eine Luftfederung.

Alle Motoren im neuen A6 bringen die neue Mild-Hybrid-Technologie von Audi mit. Dabei kooperiert ein Riemen-Starter-Generator (RSG) mit einer Lithium-Ionen-Batterie. Der A6 kann so zwischen 55 und 160 km/h „segeln“. Die Start-Stopp-Funktion setzt bis zu 22 km/h ein, der Wiederstart des Motors aus dem Stillstand erfolgt vorausschauend. Beim Verzögern erzeugt der Riemen-Starter-Generator bis zu 12 kW Rekuperationsleistung. Im realen Fahrbetrieb senkt die MHEV-Technologie den Kraftstoffverbrauch laut Audi um bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer. Bei den Verbrennern hält Audi dem Diesel die Treue, auch in großvolumiger 3,0-Liter-V6-Ausführung. Über dem 2,0-Liter-Vierzylinder-TDI mit 150 kW/204 PS kommt bereits der nur wenig leistungs-, aber umso drehmomentstärkere 3,0-Liter-V6-TDI mit 170 kW/231 PS zum Einsatz. Darüber rangiert eine Version mit 210 kW/286 PS. Bei den Ottomotoren startet man zuerst mit dem 3,0-Liter V6, der 250 kW/340 PS leistet. Während die Vierzylinder-Diesel und der V6-Benziner ihre Kraft über ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe portionieren, werden die Gänge bei den V6-Dieseln per ZF-Acht-Gang-Wandler gewechselt. Die Handschaltung, deren Marktanteil laut Audi keine fünf Prozent mehr betrug, nahm man aus dem Programm. Die Auslieferung soll im Juni starten. Der A6 50 TDI startet bei knapp 48.800 Euro netto.

Was bedeutet das?

In der oberen Mittelklasse wurde es Zeit für Audi, wieder nachzulegen. Der A6 ist wieder eine fein gemachte Limousine, die inhaltlich wenig revolutionäres bietet und auch optisch keine wirklich neuen Zeichen setzt.  

 

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