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Darum ist die eSIM eine Schüsseltechnologie des Connected Car

Das autonome Fahren benötigt sichere Daten. G+D Mobile Security erläutert sieben Gründe, warum eSIM-Technologie einen entscheidenden Treiber für den Erfolg des Connected Car darstellt.

Einfache Datenanalyse und große Flexibilität sind die Hauptvorteile der eSIM. | Foto: J. Schnobrich/Unsplash
Einfache Datenanalyse und große Flexibilität sind die Hauptvorteile der eSIM. | Foto: J. Schnobrich/Unsplash
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Gregor Soller

Die eSIM-Technologie setzt sich in immer mehr Anwendungsbereichen durch. Ihr Grundprinzip: Geräte oder Maschinen, die eine Mobilfunkverbindung benötigen, werden mit fest verbauten SIM-Chips ausgestattet. Auf diese lassen sich die Profile der Netzbetreiber dann „over the air“ aufspielen. Eine Branche, die von dieser Technologie profitieren kann, ist die Automobilindustrie mit ihren zunehmend vernetzten Fahrzeugen. Schon heute ist das vor allem im Bereich Software (Infotainment) und bei Service und Wartung ein wichtiges Thema. Denn die Technik erspart den Kunden den Besuch in der Werkstatt oder ermöglicht „over-the-air“-Analysen des Fahrzeugs. Auch im Bereich Telematik lassen sich so große Fortschritte und Vereinfachungen erzielen.

Ein Unternehmen, das hier stark engagiert ist, ist G+D Mobile Security: Die Giesecke und Devrient-Sparte zeigt auf, warum die von ihr mitentwickelte eSIM eine Schlüsseltechnologie für das Connected Car darstellen kann

1. Gesetzliche Vorgaben.

Die Europäische Union macht seit 1. März 2018 das automatische Notrufsystem „eCall“, das zwingend eSIM benötigt, für alle Neuwagen in der EU zur Pflicht. Die Russische Föderation fordert mit „ERA-GLONASS“ etwas ganz Ähnliches ab 2020. Länder wie Brasilien, China, Türkei, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Gesetze zur Telekommunikations-Regulierung erlassen oder bereiten derzeit Gesetze mit spezifischen lokalen Anforderungen vor. eSIM-Technologie wird die Fahrzeughersteller dabei unterstützen, auf veränderte Gesetzes- und Regulierungsvorhaben flexibel zu reagieren.

2. Optimale 5G-Unterstützung.

Der neue Mobilfunkstandard 5G dürfte autonom fahrenden Fahrzeugen einen Schub verleihen, da er spezielle Services für kritische Kommunikationsanforderungen bietet. Um ohne menschliches Eingreifen sicher ans Ziel zu kommen, benötigen autonome Fahrzeuge Mobilfunkverbindungen mit geringsten Latenzzeiten. Prognosen von Machina Research zufolge werden im Jahr 2023 rund eine halbe Milliarde vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Beim Management dieser Vernetzung kann eSIM eine integrale Rolle spielen.

3. Vereinfachte Logistik.

Die eSIM-Technologie ermöglicht Automobilherstellern, das korrekte Netzwerkprofil erst nach der Auslieferung der Autos direkt in ihrer Zielregion „over the air“ aufzuspielen. Zudem ist sichergestellt, dass die lokalen gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Logistikprozesse der Automobilhersteller vereinfachen sich dadurch. Mit der zunehmenden Verbreitung von 5G und vernetzten, autonom fahrenden Autos wird dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnen.

4. Höhere Zuverlässigkeit.

Herkömmliche SIM-Karten, die in die dafür vorgesehenen Slots der Autos eingebracht werden müssen, sind dort rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Dazu zählen extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Korrosion oder Vibrationen durch den Motor und unebene Strecken. Die SIM-Chips sind für diese Umweltbedingungen ausgelegt und fest in die Hardware integriert. Dadurch sind sie im Vergleich zur Steck-SIM deutlich zuverlässiger.

5. Abgesicherte Konnektivität.

SIM-Chips bieten die Möglichkeit, TLS-Zertifikate zu speichern und damit TLS-verschlüsselte Verbindungen nach außen aufzubauen – sei es zu anderen Fahrzeugen oder zu Services in der Cloud. Damit unterstützen sie die sichere gegenseitige Authentifizierung von Autos und Cloud-Diensten. So lässt sich etwa verhindern, dass Cyber-Kriminelle die Kontrolle über das Auto übernehmen und die Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.

6. Verbesserte Nutzererfahrung.

Mit klassischen SIM-Karten lässt sich lediglich ein einziger Mobilfunkvertrag nutzen. Konfigurierbare eSIM-Chips dagegen erlauben den wechselweisen Einsatz mehrerer Mobilfunkverträge der Fahrzeugbesitzer und Serviceanbieter. Dadurch können die Fahrzeuginsassen verschiedene Infotainment-Anwendungen zu den Konditionen ihrer Mobilfunkvertragspartner in Anspruch nehmen. Damit steigt die Zufriedenheit der Kunden und ihre Bindung an die Automobilhersteller wird verstärkt.

7. Zukunftsfähige Plattform.

Die Möglichkeiten des Connected Car sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Seine Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Für die Zukunft sind – ebenfalls befeuert durch 5G – zahlreiche weitere Services etwa für Selbstdiagnosen, maßgeschneiderte Kfz-Versicherungen, Infotainment oder mobiles Bezahlen zu erwarten. Die eSIM-Technologie liefert dem Connected Car eine flexible Plattform, die nötige Konnektivität für jeden beliebigen Service bereitzustellen.

 

Was bedeutet das?

Die eSIM-Technik könnte künftig zum Dreh-und Angelpunkt beim autonomen Fahren erden – bietet aber auch sonst zahlreiche sichere Anwendungen, wenn es um zusätzliche Services und 5-G-Anwendungen in der Autoindustrie geht.

 

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