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Daimler: ViaVan shuttelt auch in Bielefeld

On-Demand-Fahrdienst startet nach Berlin und Brandenburg jetzt in Bielefeld und will in Kooperation mit dem lokalen ÖPNV die Lücken im Netz schließen.

Lücken-Schließer: Das ViaVan-Angebot soll keine Konkurrenz, sondern Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots sein. | Foto: Daimler
Lücken-Schließer: Das ViaVan-Angebot soll keine Konkurrenz, sondern Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots sein. | Foto: Daimler
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Johannes Reichel

Das Mercedes-Benz-Joint-Venture ViaVan hat in Bielefeld den dritten Einsatz seiner Technologie für geteilte on-demand Fahrten im deutschen Nahverkehr gestartet. Bisher gibt es den Dienst bereits in Berlin sowie als Zubringerdienst in Brandenburg, jeweils in Kooperation mit der BVG. Auch das neueste Projekt stellt eine direkte Partnerschaft mit dem kommunalen Verkehrsunternehmen moBiel dar. Es soll aufzeigen, wie innovative Technologien genutzt werden können, um den öffentlichen Nahverkehr in Städten unterschiedlicher Größe zu ergänzen und zu stärken, wie der Anbieter formuliert. Der neue On-Demand Dienst mit dem Namen „Anton“ wird die vorhandene öffentliche Verkehrsinfrastruktur in Bielefeld ergänzen und erweitern. Das Angebot ermögliche Fahrgästen flexiblen Zugang zu komfortabler und gleichzeitig erschwinglicher geteilter Mobilität, insbesondere zu Zeiten und an Orten mit eingeschränkter Verfügbarkeit der bestehenden öffentlichen Verkehrsmittel, verspricht der Fahrdienstleister. Der Anbieter wurde von moBiel in einem Vergabeverfahren für das Projekt ausgewählt.

"Unsere dynamischen on-demand Transportlösungen stärken das öffentliche Verkehrssystem in Städten und Kommunen unterschiedlicher Größe“, glaubt Chris Snyder, CEO von ViaVan.

Aus seiner Sicht stelle der Dienst eine tragfähige Alternative zur privaten Nutzung von Autos dar und habe so das Potenzial, Verkehr zu reduzieren. In den Bediengebieten werden rollstuhlgerechte Mercedes-Benz Sprinter Vans mit Platz für bis zu acht Fahrgäste eingesetzt. Mehrere Passagiere, die in eine ähnliche Richtung fahren, werden durch die Via-Technologie in einem Fahrzeug gebündelt und dynamisch in Echtzeit navigiert, skizziert der Anbieter. Die Technologie minimiere Umwege durch die Verwendung von „virtuellen Bushaltestellen“, also die Beförderung von Straßenkreuzung zu Straßenkreuzung. Nach dem Dafürhalten des Fahrdienstleisters reduziere der Geteilte-Fahrten-Ansatz Stau und Emissionen.

"Insbesondere in stark frequentierten Wohngebieten können Emissionen und Lärm reduziert werden. Es ergänzt unser Bus- und Stadtbahnsystem optimal, damit das Bielefelder Umland besser angebunden werden kann “, glaubt Martin Uekmann, CEO von moBiel.    

Anton wird in zwei Phasen in zwei Bediengebieten eingeführt. In Sennestadt will man die Lücken des bestehenden Dienstes schließen - in den Abendstunden von Montag bis Samstag und sonntags den ganzen Tag über, wenn öffentliche Verkehrsmittel weniger verfügbar sind. In Jöllenbeck soll das Angebot den ÖPNV im ganzen Bediengebiet durch flexiblere Fahrten verstärken. ViaVan will den moBiel Routenplaner für den öffentlichen Nahverkehr in die Anton-App integrieren. Der Planer bietet Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr Einblick in die effizienteste Transportmethode für jede individuelle Reise, sei es über Anton oder ein anderes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs.

„Wir müssen die Mobilität in Bielefeld überdenken, und Anton ist hier ein wichtiger Baustein. Ich verstehe das Angebot als moderne Form umweltfreundlicher Fahrgemeinschaften“, meint Jens Julkowski-Kepper, Vorsitzender des Aufsichtsrats von moBiel.              

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