Werbung
Werbung
Werbung

Daimler und BYD starten in China mit Denza 500-Elektromodell

Der Stromer Denza 500 geht aus dem Joint Venture zwischen Daimler und Shenzhen Denza New Energy Automotive Co, Ltd. hervor.

Der Denza 500 entspricht in etwa Daimlers B-Klasse. | Foto: Daimler
Der Denza 500 entspricht in etwa Daimlers B-Klasse. | Foto: Daimler
Werbung
Werbung
Gregor Soller

Auch in China treibt Daimler die Elektrifizierung mit regionalen Partnern voran. Entwickelt und produziert in und für China, soll der neue Denza 500 den chinesischen Kunden in erster Linie mehr elektrische Reichweite als die Vorgänger bieten. Optisch glich man den 500 an die aktuelle Daimler-Linie an.  Dabei kombinieren die Chinesen Daimlers Fahrzeugarchitektur und Sicherheitstechnik mit den Vorteilen ihrer Batterietechnologie von BYD. Eine neue Batterie und zusätzliche Gewichtseinsparungen sollen eine höhere Energieeffizienz und damit eine größere Reichweite von rund 500 Kilometern ermöglichen. Der 500 wurde unter verschiedenen Bedingungen getestet, einschließlich strenger Wintertests bei Temperaturen von bis zu -40°C. Interessanter Hintergrund: Denza Auto führte als erster lokaler Elektrofahrzeughersteller Crash-Tests nach Chinas Neuwagen-Bewertungsprogramm NCAP durch und erhielt eine 5-Sterne-Bewertung.

Das Interieur bietet jetzt einen größeren 9-Zoll-Touchscreen, dazu kommen erweiterte Konnektivitätsdiensten, darunter Ladelösungen und die Denza-Smartphone-App. Über diese, den WeChat-Account oder das Auto-Navigationssystem können Denza-Besitzer die über 112.000 Ladesäulen im Land schnell lokalisieren. Im Jahr 2017 erzielte Denza laut Daimler sein bislang bestes Verkaufsergebnis: Das Absatzvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 85% und übertraf damit den Branchendurchschnitt, insbesondere bedingt durch die hohe Kundenakzeptanz des DENZA 400 Modells – wenngleich man auch hier noch von einem niedrigen Niveau ausgehen muss. Laut Carsalesbase.com wurden 2017 in China 4685 Denza-Elektrofahrzeuge zugelassen.

Darüber hinaus erweiterte die Marke ihre Reichweite durch ausgewählte Mercedes-Benz Händlerpartner, die nun auch Vertrieb und Aftersales-Service für Denza-Fahrzeuge anbieten. Ebenfalls erweitert haben will man den Denza-Vertrieb durch die Zusammenarbeit mit chinesischen Ride-Hailing-, respektive Mitfahr-Plattformen.

Was bedeutet das?

Auch Daimler tut sich in China zunehmend schwerer, allein über die eigene Marke und deren Potenzial weiterzukommen: Nach der (von Daimler nicht unbedingt gewollten) Geely-Beteiligung muss Daimler auch in China mit weiteren einheimischen Marken agieren, um voranzukommen. Entsprechend bezeichnet man Denza als „eine der tragenden Säulen der New Energy Vehicle-Strategie von Daimler in China“ und soll so als einheimische Marke zur Elektrifizierungs-Offensive beitragen.

 

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung