Daimler: Starke Gewinne mit Verbrennern - BEVs marginal

Konzern vermeldet 5,2 Milliarden Euro Gewinn und liegt über den Erwartungen. Allerdings machen vollelektrische Fahrzeuge im Portfolio nur drei Prozent der Neuwagen aus, die Marge machen Verbrenner.

Die weiteren Aussichten: Daimler hat sich mit konventionellen Antrieben aus der 2020er-Tal manövriert, reine Stromer sind aber noch immer marginal. Im Bild: Kampagne für die neue, konventionell oder hybrid angetriebene C-Klasse. | Foto: Daimler
Die weiteren Aussichten: Daimler hat sich mit konventionellen Antrieben aus der 2020er-Tal manövriert, reine Stromer sind aber noch immer marginal. Im Bild: Kampagne für die neue, konventionell oder hybrid angetriebene C-Klasse. | Foto: Daimler
Johannes Reichel

Die Daimler-Sparte Mercedes-Benz Cars & Vans hat im zweiten Quartal 2021 die Erwartungen übertroffen und ein sehr gutes Ergebnis erzielt, das man auf "überzeugender Produkte, eines günstigen Produktmix und guter Preisdurchsetzung sowie anhaltender Kostendisziplin" zurückführt. Dieses Ergebnis sei trotz der sehr begrenzten Verfügbarkeit von Halbleiter-Komponenten möglich geworden, heißt es aus dem Konzern. Der Absatz von Daimler Trucks & Buses stieg in fast allen Regionen auf Grund des verbesserten Marktumfelds, was sich in einer höheren Profitabilität im zweiten Quartal widergespiegelt habe.

Darüber hinaus profitiere das EBIT von Daimler Trucks & Buses von einer guten "Preisdurchsetzung", wie es heißt, einem höheren Aftersales-Geschäft und positiven, "nicht wiederkehrenden" Bewertungseffekten in der Größenordnung von rund 100 Mio. Euro. Die Rendite von Daimler Mobility profitierte von geringen Kreditrisikokosten, einer Auflösung von Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 120 Mio. Euro und günstigeren Refinanzierungskosten. Im wichtigsten Markt China verkaufte die Marke Mercedes-Benz Pkw über 440.000 Fahrzeuge, gesamt setzte der Konzern 1,16 Millionen Fahrzeuge ab, knapp am 2018er-Absatzrekord vorbei. Im Vorjahr hatte der Konzern noch ein Minus von 1,9 Milliarden Euro sowie sogar einen operativen Verlust von 1,7 Millionen Euro vermelden müssen, auch aufgrund der pandemiebedingten Einbrüche. Der Sparkurs war abermals verschärft worden.

"Der Schlüssel zu unserem Erfolg ist unser starkes Angebot an hochattraktiven Fahrzeugen, die zunehmend elektrisch werden, kombiniert mit unserem unermüdlichen Fokus auf profitablem Wachstum und strenge Kostenkontrolle“, befindet Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG sowie der Mercedes-Benz AG.

Allerdings machen vollelektrische Fahrzeuge nach wie vor nur einen verschwindend geringen Anteil am Portfolio aus, das bei knapp über drei Prozent liegt. Daimler hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2039 die Mercedes-Neuwagenflotte CO2-neutral zu betreiben. Zuletzt war die Stellantis-Tochter Opel hier deutlich ambitionierter vorgeprescht und will ab 2028 keine Verbrenner mehr verkaufen, sondern nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge.

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