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Daimler: Klimaneutral in Fahrzeug und Fertigung bis 2039

Hersteller verkündet sein Programm "Ambition 2039" und will bis dahin in Fertigung und Fahrzeug klimaneutral sein. Der künftige Daimler-Chef Källenius betont "Technologieoffenheit", setzt aber primär auf Elektro- und Plug-in-Hybrid.

Ambitionierte Pläne: Bis 2039 soll die Fahrzeugflotte CO2-neutral sein, die Werke schon früher. | Foto: Daimler
Ambitionierte Pläne: Bis 2039 soll die Fahrzeugflotte CO2-neutral sein, die Werke schon früher. | Foto: Daimler
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Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Daimler hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2039 bei den Fahrzeugen und bis 2022 in der Fertigung in Europa klimaneutral zu sein. Bei der Vergabe von Lieferaufträgen wolle man künftig ebenso die CO2-Bilanz des Anbieters als Kriterium heranziehen wie auch bei der Vorstandsvergütung Nachhaltigkeitsziele gekoppelt werden sollen. "Wir alle müssen unsere Komfortzone verlassen, um auf neuen Wegen voranzukommen", erklärte der designierte Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius im Vorfeld der nächstwöchigen Jahreshauptversammlung des Konzerns.

Er fordert "einen fundamentalen Wandel unseres Unternehmens in weniger als drei Produktzyklen". Das sei kein langer Zeitraum, wenn man bedenkt, "dass fossile Treibstoffe unsere Industrie dominierten, seit Carl Benz und Gottlieb Daimler vor mehr als 130 Jahren das Auto erfunden haben". Bis 2030 sollen mehr als die Hälfte der Fahrzeuge mit Elektroantrieb verkauft werden, wobei Källenius dazu vollelektrische Fahrzeuge wie Plug-in-Hybride zählt. Neben den Pkw elektrifiziere man auch die Transporter, Lkw und Busse.

"Aktuell liegt unser Fokus auf der batterieelektrischen Mobilität. Gleichzeitig bleibt es wichtig, an weiteren Lösungen zu arbeiten, wie etwa der Brennstoffzelle oder E-Fuels", betonte Källenius.

Die Brennstoffzellentechnologie werde auch in den Stadtbussen verwendet. "Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, welcher Antriebsmix in 20 Jahren die Bedürfnisse unserer Kunden am besten erfüllen wird. Deshalb wollen wir die Politik darin bestärken, der Technologieneutralität den Weg zu bereiten", meinte der Daimler-Manager und verweist auf die Konzernbegründer als "Systemarchitekten einer neuen Mobilität ohne Pferde". Der Auftrag heute sei "die individuelle Mobilität ohne Emissionen".

Bei der Fertigung soll die sogenannte Factory 56 die Richtung vorgeben. Die Fabrik im Werk Sindelfingen nutzt erneuerbare Energien und wurde von Beginn an CO2-neutral geplant. Im nächsten Schritt wolle man alle europäischen Werke bis 2022 folgen lassen.

Unkommentiert ließ der aktuelle Mercedes-Benz-Cars-Entwicklungschef dagegen Gerüchte um eine Reuters-Meldung, dass sich der chinesische Hersteller BAIC ein größeres Aktienpaket an Daimler sichern wolle. Im Gespräch waren vier bis fünf Prozent.

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