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Daimler fokussiert sich auf Batterieelektrik

Ola Källenius bekennt sich klar zum batterieelektrischen Antrieb.

Ola Källenius, CEO der Daimler AG, Robert Habeck Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und TV-Journalistin Dunja Hayali auf der Me-Convention in Frankfurt. | Foto: Daimler
Ola Källenius, CEO der Daimler AG, Robert Habeck Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und TV-Journalistin Dunja Hayali auf der Me-Convention in Frankfurt. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Källenius erteilt der Brennstoffzelle indirekt eine Abfuhr, wie die Automobilwoche berichtet. Zumindest was die Pkw-Sparte angeht. Die Brennstoffzelle spiele für Källenius bei den Antrieben der Zukunft keine zentrale Rolle. Diese Technik könne „vor allem für Nutzfahrzeuge interessant werden, aber bei den Pkw konzentrieren wir uns in den nächsten zehn Jahren auf die Batterie“, stellt er klar. Die strengen CO2-Ziele will Daimler deshalb vorrangig mit rein batterieelektrischen Antrieben sowie teilelektrischer Plug-in-Hybrid-Technik erreichen, berichtet die Automobilwoche. Schon auf der „Me Konferenz“ neben der Frankfurter IAA machte der Daimler CEO klar, dass die Zeit drängt, was er jüngst auf dem Fachportal beim Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) in Nürtingen wiederholte:

 „Wir müssen den Klimawandel angehen, wir können nicht mehr warten.“

In den nächsten 20 Jahren soll die Pkw-Neuwagenflotte der Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz CO2-neutral werden, auch in der Produktion. Dies soll sich auch auf die gesamte Lieferkette beziehen, also Zulieferer, Eigenproduktion, das Produkt selbst und die benötigte Energie. Dazu zieht er auch bei den Lieferanten die Daumenschrauben an: Nachhaltigkeit werde künftig zu einem Vergabekriterium bei Aufträgen des Daimler-Konzerns:

 „Wer dazu keine Lust hat, der wird irgendwann rausfliegen.“

In der EU gelten ab 2020 schärfere Emissionsvorgaben. Ob Daimler mit seinem Portfolio die neuen CO2-Limits erreicht, sei noch offen, für die Zeit bis 2030 sehe es mit der geplanten Modellpalette jedoch besser aus. Ein Ausstiegsdatum für Verbrenner durch Vorgaben der Politik hält er nicht für zielführend. Planwirtschaft habe seiner Meinung nach noch nie funktioniert. Damit bleiben für ihn auch synthetische Kraftstoffe im Rennen. Auch ein Verbot von SUV hält er für falsch – wichtiger wäre es, schlicht und ergreifend effizientere Autos zu bauen. Entsprechend war er sich auf der Podiumsdiskussion der „Me-Convention“ mit Grünen-Chef Robert Harbeck auch einig, dass man durchaus „lenkend“ eingreifen dürfte, um den CO2-Ausstoß zu senken: Fossile Brennstoffe höher zu besteuern, um unter anderem Elektroautos zu fördern, sei durchaus korrekt. Weiter forderte Källenius auf der Me-Convention eine Verbesserung der Ladeinfrastruktur und Gesetzesänderungen für Ladepunkte in Mehrfamilienhäusern.

Was bedeutet das?

Nach VW-CEO Herbert Diess drückt jetzt auch Ola Källenius in Sachen Batterieelektrik aufs Fahrpedal, wenngleich nicht ganz so radikal: Batterieelektrik ja und das auch so schnell wie möglich, doch nicht um jeden Preis. Damit bezieht er für seinen Konzern geschickt Position, sich in alle Richtungen weiterentwickeln zu können und folgt damit der grundsätzlich offenen Herangehensweise seines Vorgängers.

 

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