Cupra präsentiert Born

Nach dem alten Markt im Herzen Barcelonas „el Born“, hat Cupra seinen ersten Stromer benannt.

Der Cupra Born ist sehr eng mit dem VW ID.3 verwandt. | Foto: Cupra
Der Cupra Born ist sehr eng mit dem VW ID.3 verwandt. | Foto: Cupra
Gregor Soller

Optisch kann der Born seine nahe Verwandtschaft zum Volkswagen ID 3 nicht verleugnen, allerdings tritt der ebenfalls in Zwickau gebaute Born deutlich dynamischer auf als der (Nieder-)Sachse. Der E-Motor im Heck liefert in der Basis-Version eine Leistung von 110 kW (150 PS) und bietet 310 Nm Kraft. Ebenso viel wie die 204-PS-Version darüber. Für ein noch dynamischeres Fahrgefühl kann der Born um das optionale e-Boost-Paket erweitert werden; seine Leistung steigt damit auf bis zu 231PS (170 kW). Für den e-Boost stehen zwei Batterieoptionen zur Verfügung: eine 77-kWh-Batterie, die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,0 Sekunden und eine Reichweite von circa 540 Kilometern ermöglicht; oder eine 58-kWh-Batterie, für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 6,6 Sekunden und eine Reichweite von ca. 420 Kilometern bietet. Die Basis hat den 45-kWh-Akku und soll so bis zu 340 Kilometer weit kommen.

Der Antriebsstrang erreicht mit seinem Permanentmagnet-Synchronmotor eine maximale Drehzahl von mehr als 16.000 Umdrehungen pro Minute. Verbaut ist er wie beim VW oberhalb der Hinterachse, vor der Radmitte. Die Übertragung des Drehmoments erfolgt sanft über ein 1-Gang-Getriebe mit Differential und gewährleistet ein natürliches Fahrverhalten.

Vorgestellt wurde das Modell ursprünglich auf der IAA 2019 in Frankfurt als Seat el-Born. Den spanischen Artikel vom namensgebenden Stadtviertel Barcelonas hat man beim Cupra auch gleich entfallen lassen. Die Auslieferung des E-Autos soll klimaneutral erfolgen.

Auch innen orientiert sich der Cupra (leider) weitgehend am VW, allerdings bietet er vorn Sportschalensitze, deren Kern aus recyceltem Meeresplastik hergestellt wird. Das zwölf Zoll große Touchdisplay in der Mitte des Armaturenbretts ist serienmäßig. In Sachen Konnektivität kann der Born über die „My Cupra“ App verbunden werden, etwa um am Smartphone den Ladezustand des Autos zu prüfen. Ebenfalls vom VW bekannt: Das Head-up-Display mit Augmented Reality. Das Fahrwerk wurde dagegen zwei Zentimeter tiefer gelegt und der Cupra steht zudem auf stämmigerem Schuhwerk.

 

Schnellladen der Batterien ist mit bis zu 125 Kilowatt möglich. Damit sind laut Cupra im Optimalfall 100 Kilometer Reichweite in sieben Minuten Ladezeit drin. Noch nicht bekannt sind die Preise, zu denen der Born in den Markt startet. Die Produktion in Zwickau startet im September, geliefert wird noch vor Jahresende.

Was bedeutet das?

Vom Seat zum Cupra – und doch nur Badge-Engineering: Der Cupra Born weicht allenfalls in Details vom VW ID.3 ab und ist sportlicher und damit auch höher positioniert. Der Marke Cupra tut er als erster Elektriker gut und die Marge steigt so – denn als Seat hätte das Auto billiger werden müssen als der ID.3 – mit dem sich der Cupra auch den Rohbau teilt. Problem ist nur: VW hat seinerseits bereits einen ID.3 GTX in der Pipeline, der einst wiederum em e-Boost Konkurrenz machen dürfte...

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