Cupra Night München: Eine Marke als Phänomen

Rund ein Jahr nach der Eröffnung stieg in der Cupra Garage in München die erste offizielle große Party – ganz im Stil des CEOs Wayne Griffiths, der sich das Event nicht entgehen ließ.

Stolz und zufrieden: CEO Wayne Griffiths vor dem DTM-Formentor - am Odeonsplatz in München. | Foto: Cupra
Stolz und zufrieden: CEO Wayne Griffiths vor dem DTM-Formentor - am Odeonsplatz in München. | Foto: Cupra
Gregor Soller

Im VW-Konzern entwickelt sich Cupra aktuell prächtig: Einst als sportlicher Seat-Ableger konzeptioniert, verkauft man vom Formentor mittlerweile mehr als von jedem anderen Seat- und Cupra-Modell, was Griffiths, der auch einen Wohnsitz in München hat, natürlich sehr freut. Er erinnert sich: „Als wir Cupra gründeten, erklärten uns viele für verrückt – in diesen Zeiten, in denen viele Marken sterben noch eine neue zu gründen – das ist schon sehr mutig.“

Doch die Cupra-Modelle, einst als „Cup-Racing-Topmodelle“ bei Seat schon beliebt, fanden schnell eine neue Käuferschicht – die jünger und sportlicher unterwegs war als die Kunden der anderen Konzernmarken. Dazu kam erhebliches Eroberungspotenzial. Entsprechend anders wurde auch Marketing und Kommunikation aufgegleist: Man hat jetzt „Cupra Garages“, einen Mix aus Showroom und Club, gern auch mal mit unverputzten Wänden, wo sich der „Tribe“, also der „Stamm“ der Cupra-Fahrer und -Fans trifft – und Griffiths mit vielen Prominenten aus Kunst, Kultur und Fernsehen immer gern mittendrin - wie auch die VISION Mobility.

Auf diese erste Cupra Night in München mussten viele lange warten mussten. Insgesamt folgten mehr als 100 Gäste dem Ruf Cupras. Dazu zählten unter anderem Markenbotschafter*innen wie die Choreografin Nikeata Thompson, Rennfahrer Daniel Abt oder die Schauspieler Ken Duken und Tom Beck. Freund*innen der Marke wie Cathy Hummels oder der Schauspieler Fahri Yardım waren ebenso dabei wie zahlreiche Medienvertreter*innen und natürlich das Cupra-Team. Sie alle erwarteten mit Spannung, was die Challenger-Brand vorbereitet hatte.

Auch optisch war was geboten: Der 3-D-Motion-Designer Vinzent Britz tauchte die City Garage mit seiner Lichtkunst in ein exklusives Ambiente, für die passenden Sounds sorgten DJ Hugel und das DJane-Duo Alygia. Sie wechselten sich über den Abend auf den zwei Stages ab und brachten bei elektronischen Beats, ausgewählt über die CUPRA Music Labs, ausgelassene Stimmung an den Odeonsplatz. Bernhard Bauer, Geschäftsführer der Seat Deutschland GmbH, begrüßte die Gästze:

„Es freut mich zu sehen, wie gut unsere Idee angenommen wird und wie dieser Ort Menschen zusammenbringt. Das ist viel wert und macht den besonderen Spirit von Cupra aus“. 

Dass die Challenger-Brand ihre Cupra City Garage für abendliche Veranstaltungen herrichtet, gehört zur Strategie der Marke. Die Fahrzeuge sollen in dem exklusiven Venue eine Nebenrolle spielen, wenngleich sie die Location mitfinanzieren - weshalb Wayne Griffiths sich freut, wenn jeden Monat drei bis vier Modelle Ex-Odeonsplatz verkauft werden - was klappt. Er ergänzt:

„Uns geht es darum, einzigartige und hochemotionale Erlebnisse zu kreieren – so wie heute Abend. Wir kämpfen für Emotionen in einer rationalen Welt“. 

Über Aspekte wie Musik, Kunst und Design soll Cupra emotional erlebbar werden.

„Wir sind eine Marke, die immer wieder mit neuen Partnerschaften, Erfahrungen und Produkten überraschen will. Wir fordern die Konvention heraus. Wir erfinden uns immer neu, machen neue Sachen, die es noch nie zuvor gegeben hat.“

Der Tribe feierte und Cupra wächst rasant. So dass man beschloss, die Elektromobilität künftig erstmal auf die Marke Cupra zu verschieben, indem man den Seat Born zum Cupra Born umstrickte – der sich hinter der Bühne dezent in Richtung Schaufenster versteckte. Denn im Gegensatz zu seinem CEO kann der Born (noch) nicht tanzen und feiern.

Was bedeutet das?

Griffiths und Cupra nutzen das Moment der Markenbildung voll aus: Die Location am Odeonsplatz wird mit Kunst und Clubaktivitäten bespielt und sorgt so für Aufmerksamkeit – dazu hat die Marke mehrere neue und elektrische Eigenentwicklungen im Köcher. Nur beim Thema Seat dreht man die Musik derzeit gern etwas leiser, denn die einstige Mutter hat weniger Internationalisierungspotenzial als die wilde Tochter.

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