Corona-Krise: Moia lässt Betrieb ruhen

Der Ride-Pooling-Anbieter reagiert auf die Corona-Pandemie und stellt seinen Fahrdienst ab 1. April ein, bis sich die Lage bessert, wie es heißt. Drastischer Rückgang der Nachfrage.

Drastischer Rückgang der Nachfrage: Moia fährt den Ride-Pooling-Dienst bis zum April sukzessive runter und pausiert das Angebot ab April komplett. | Foto: Moia
Drastischer Rückgang der Nachfrage: Moia fährt den Ride-Pooling-Dienst bis zum April sukzessive runter und pausiert das Angebot ab April komplett. | Foto: Moia
Johannes Reichel

Der Ridepooling-Service MOIA, eine Tochter des VW-Konzerns, stellt sein Angebot in Hamburg und Hannover ab dem 1. April vorübergehend ein. Das Unternehmen reagiert damit auf die Corona-Krise und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In deren Folge habe sich die Nachfrage nach Fahrten bereits drastisch reduziert, wie der Anbieter mitteilt. Zudem erwarte in den kommenden Tagen und Wochen einen weiteren Rückgang der Fahrtanforderungen. Mit der Maßnahme will man das Unternehmen und die Belegschaft vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schützen und Entlassungen vermeiden. Zudem sollen die Fahrer geschützte werden, die sich bei mangelnder Nachfrage länger und häufiger als üblich auf den Betriebshöfen aufhalten würden.

"Auf Grundlage der Leitlinien der Bundesregierung zur weiteren Beschränkung sozialer Kontakte leistet MOIA damit einen Beitrag, die Belegschaft in dieser kritischen Phase der Pandemie zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", teilte der Anbieter mit.

Das Angebot des zuletzt stark gewachsenen und jüngst auf ganz Hamburg expandierten Start-up-Unternehmens werde in den verbleibenden Tagen schrittweise reduziert. Zur Erhaltung von Arbeitsplätzen beantragt man ab April Kurzarbeit für rund 900 Mitarbeiter der MOIA Betriebsgesellschaft (MOIA Operations Germany GmbH). Die Notwendigkeit der Kurzarbeit werde stetig überprüft und die Maßnahme bei einer Verbesserung der Lage kurzfristig beendet.

Neben der Pause des Betriebs habe man eine Reihe weiterer Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft ergriffen. So gilt unter anderem ein Stopp für Dienstreisen und die Empfehlung an Büro-Mitarbeiter, mobil von zu Hause zu arbeiten. Zudem würden bis zur Pause des Betriebs die beiden Betriebshöfe in Hamburg organisatorisch getrennt und Fahrer festen Gruppen zugeteilt.

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