Corona-Krise: Metz fertigt Türgriffe und Haken

Die Corona-Pandemie bringt immer neue Produkte hervor – auch von Herstellern, von denen man es nicht erwartet hätte.

Metz hat neue Hygiene-Türöffner und -haken entwickelt. | Foto: Metz
Metz hat neue Hygiene-Türöffner und -haken entwickelt. | Foto: Metz

Metz war einst Hersteller von Funk- und Fernsehgeräten. Jetzt bauen die Franken E-Scooter und seit neuestem: Einrichtungsgegenstände! Denn die Corona-Pandemie macht verständlicherweise vielen Menschen Angst. Inzwischen sieht man immer mehr Personen, die es unbedingt vermeiden möchten Türgriffe anzufassen. Ob es überhaupt einen Übertragungsweg über Türklinken gibt ist fraglich. Doch sicher ist sicher. Findige Tüftler von Metz in Zirndorf, eigentlich als E-Scooter-Produzent bekannt, haben gemeinsam mit der Partnerfirma Stechert aus Trautskirchen, welche die Rahmen für die E-Scooter der Firma Metz fertigt, eine Lösung gesucht und gefunden: den Hygiene-Türöffner. Mit diesem Aufsatz können die Türen geöffnet werden, ohne diese mit der Hand zu berühren.

Wie Metz dazu erklärt, können diese Aufsätze aus Edelstahl unkompliziert auf alle handelsüblichen Türklinken angebracht werden. Damit ist das Öffnen und Schließen von Türen ganz einfach mit dem Ellenbogen oder Unterarm möglich. Durch die robuste und leicht zu reinigende Ausführung in Edelstahl ist der Hygiene-Türöffner besonders für stark frequentierte Orte geeignet, wie zum Beispiel Unternehmen, Behörden, Gemeindeämter, öffentliche Einrichtungen, Kanzleien oder Arztpraxen. Dabei ist eine Montage im Innen- und Außenbereich möglich. Edelstahl bietet im Gegensatz zu Kunststoff eine bessere Reinigungsfähigkeit und ist zudem langlebiger.

Metz betont, dass bei der Konzeption der Produkte aus Edelstahl bewusst Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wurde. Und weil die Produktion in Deutschland erfolgt, werden lange Transportwege vermieden. Im hauseignen Online-Shop können die Hygiene-Türöffner in zwei Varianten und zwei Größen ab sofort bestellt werden. In der Produktpalette findet sich auch ein mobiler Hygiene-Türhaken. Dieser eignet sich bei der Nutzung von Geld- und Fahrkartenautomaten, Klingeln oder auch im öffentlichen Nahverkehr. Mit dem Modell „Long“ können sogar Wasserhähne auf- und zugedreht werden, ohne sie zu berühren.

Was bedeutet das?

Die Krise bringt Produktideen hervor, bei denen vor einiger Zeit sicher jeder mit dem Kopf geschüttelt hätte. Doch inzwischen werden innovative Lösungen, mögen sie noch so abstrus erscheinen, tatsächlich salonfähig. Es mag auch derzeit noch etwas übertrieben erscheinen, Hygiene-Türöffner- oder haken einzusetzen, aber um Mitarbeiter und Besucher zu schützen und ihnen ein sicheres Gefühl zu geben, kann sich der Einsatz in Firmen oder im öffentlichen Bereich durchaus lohnen. Und wahrscheinlich finden es auch einige Verbraucher, die jetzt mit spitzen Fingern auf Automaten tippen, durchaus attraktiv, einen Hygiene-Haken dafür zu nutzen. Wobei es ein Papiertaschentuch, was man danach wegwirft, es sicher auch tut. Ist aber nicht nachhaltig.

 

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