Corona-Krise: Mercedes-Benz forciert digitalen und kontaktlosen Vertrieb

Hersteller ergänzt zur Online-Bestellung die kontaktlose Lieferung von Fahrzeugen und setzt auf Hol- und Bring-Dienste im Service. Bis 2025 sollen ein Viertel der Autos via Online-Store verkauft werden.

Benz aus der Kiste: Neben dem Online-Vertrieb wird auch die kontaktlose Lieferung von Fahrzeugen vorangetrieben. | Foto: Daimler
Benz aus der Kiste: Neben dem Online-Vertrieb wird auch die kontaktlose Lieferung von Fahrzeugen vorangetrieben. | Foto: Daimler
Johannes Reichel

Auch der Automobilhersteller Daimler mit seiner Pkw-Marke Mercedes-Benz hat die Corona-Krise zum Anlass genommen, den Vertrieb weiter zu digitalisieren. Neben der Bestellung der Fahrzeuge im sogenannten Online Store erfolgt auch die Auslieferung von Mercedes-Benz Neuwagen jetzt kontaktlos und unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen direkt an die Wunschadresse, wie der Hersteller verspricht. Flankiert werde der Service von attraktiven Konditionen bei der Web-Bestellung. Man sei bereits 2016 als erster Hersteller in Deutschland mit einem bundesweiten Online Store für Neufahrzeuge an den Start gegangen und habe das Angebot in 2017 auf den Online-Kauf von Gebrauchtfahrzeugen ausgeweitet. Der im Dezember 2019 überarbeitete Online Store habe seitdem bereits rund 400.000 Besucher verzeichnet und führt rund 1.000 ständig verfügbare Fahrzeuge im Angebot.

Prognose: Bis 2025 ein Viertel der Käufe über Online-Vertrieb

Über die kostenlose Lieferung von Neufahrzeugen an die Wunschadresse hinaus setzt der Hersteller im Handel verstärkt auf Hol- und Bringdienste für Werkstattleistungen. Der Mercedes-Benz Online Store ist ein wichtiger Bestandteil der Vertriebsinitiative „Best Customer Experience 4.0, mit der die Marke ihren Vertrieb gezielt auf die sich nach Einschätzung der Verantwortlichen "verändernden Kundenwünsche im digitalen Zeitalter" ausrichtet. Man wolle den Kunden ein nahtloses und bequemes "Luxuserlebnis" bieten, wann immer sie mit Mercedes-Benz in Kontakt treten wollen – unabhängig von Zeit und Ort oder dem Kanal, den sie benutzen. Das Unternehmen rechnet damit, bis zum Jahr 2025 ein Viertel des weltweiten Pkw-Verkäufe mit seinen Vertriebspartnern über Online-Kanäle abzusetzen.

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