Corona-Krise: Lieferhilfe mit vRbikes

In Regensburg startete gleich zu Anfang der Corona-Krise ein Projekt von vRbikes und dem Institut Neue Mobilität, das zeigt, wie leichte E-Mobilität bei sozialen Diensten helfen kann.

Kleiner Laster: Bis hin zu Getränkelieferungen beförderten die Helfer der Malteser die Waren zu Hilfsbedürftigen per E-Trike. | Foto: SGC
Kleiner Laster: Bis hin zu Getränkelieferungen beförderten die Helfer der Malteser die Waren zu Hilfsbedürftigen per E-Trike. | Foto: SGC
Johannes Reichel

Der schweizer Leicht-E-Fahrzeugspezialist vRbikes und das Berliner Institut Neue Mobilität hat in Regensburg zu Beginnn der Corona-Krise ein Projekt gestartet, bei dem man mit den E-Trikes und E-Scootern den Malteser-Dienst im Einsatz unterstützt. "Sofort zu Beginn der Corona-Krise und der Ausgangsbeschränkungen war uns klar, da werden wir helfen“, erklärt Matthias Groher vom Institut Neue Mobilität, das Leicht-Elektrofahrzeughersteller beim Marktstart unterstützen will und hierfür Beratungsdienste anbietet. Kern der Idee war es, Fahrzeuge für alle Service- und Lieferdienste "für die großen, aber auch kleinen Dinge des Lebens", wie Groher erzählt, in dieser Situation zur Verfügung zu stellen.

Kurzerhand zog man sämtliche verfügbare vRbikes und City-Bikes aus dem Testfuhrpark zusammen und brachte sie im Rahmen der gemeinsamen Hilfsplattform "Solidarisch gegen Corona" ein, die Hilfsbedürftige mit lokalen Händlern verknüpft. Auch die Malteser aus Regensburg oder Handelspartner wie die bekannte Metzgerei Dollmann aus der Regensburger Altstadt waren daran beteiligt. Als ideales Einsatzfeld erkannte man die enge Regensburger Altstadt sowie das Umland der Weltkulturerbestadt, die in der Folge von den leichten und wendigen Elektro-Scootern bedient wurden, vom "E-mobilen Lastendreirad", wie man die Aktion nannte. Auch im nahen Markt Schierling gründeten die Malteser eine Einkaufshilfe und Lieferdienst für Risikogruppen gemeinsam mit dem lokalen Edeka-Markt Dillinger.

L2e-Fahrzeug ideal für Lieferdienste

Der Leichtelektrofahrzeughersteller vRbikes aus der Schweiz fokussiert auf robuste und wartungsarme sowie agile E-Mobile, die für Privatanwender, aber vor allem auch gewerbliche Einsätze geeignet sein sollen. Das Modell vR3 ermöglicht auf einem modular nutzbaren Chassis bis zu 1.000 Liter Transportvolumen in der Breitspurversion, befördert bis zu 270kg Nutzlast und verfügt über eine rein elektrische Reichweite von 130 km, womit das Bike auch für Umlandtouren geeignet sein soll. Ein bürstenloser DC-Motor mit 2x2 kW Leistung sorgt bei dem L2e-Gefährt, das ab 16 Jahren gefahren werden kann, für flotte Beschleunigung und ein Höchsttempo von 45 km/h.

Printer Friendly, PDF & Email