Corona-Krise: Herpa und Brano-Filter bieten gute und günstige Masken an

Modellhersteller Herpa bietet jetzt auch Schutzmasken an, die das Dietenhofer Unternehmen BRANOfilter herstellt.

Made in Dietenhofen bei Ansbach: Die Masken von Herpa und Brano-Filter
Made in Dietenhofen bei Ansbach: Die Masken von Herpa und Brano-Filter
Gregor Soller

Auch in Dietenhofen führt die Corona-Krise zu neuen Geschäftsverbindungen: So bietet Modellautoprofi Herpa kooperiert jetzt mit BRANOfilter. Deren Geschäftsführer Sebastian Melz erklärt dazu: „Die Nachfrage nach Gesichts- und Hygieneschutzmasken ist explodiert. Unser Kerngeschäft bei BRANOfilter sind die Herstellung hochwertige Filtersysteme für Haushalt, Industrie und Handwerk made in Germany. Wir haben eine Menge Know-how. Deshalb konnten wir sehr schnell eine gute und dennoch günstige Gesichtsmaske herstellen.“

Melz betont, dass man den Menschen helfen und nicht aus der Krise Profit schlagen wolle:

„Unser Ziel ist, den Menschen in der Region so kostengünstig wie möglich einen guten Schutz zu geben. Made in Germany.“

Die gute Idee, gute und günstige Masken anzubieten, hatte aber einen Haken, denn BRANOfilter beliefert bisher nur Geschäftskunden. Sebastian Melz erklärt:

„Wir konnten aus eigener Kraft die Gesichtsmasken nur in der unmittelbaren Umgebung vertreiben. In den geöffneten Supermärkten und Tankstellen. Einen Vertriebsweg für weitere Endkunden hatten wir nicht. Doch das änderte ein Telefonat mit Herpa.“



Herpa, Profi für Miniatur-Modelle mit Sitz ebenfalls in Dietenhofen, sprang BRANOfilter zur Seite. Prinz Hermann zu Leiningen, Geschäftsführer bei Herpa, erzählt:

„Natürlich waren wir sofort Feuer und Flamme. Wir haben bei Herpa unseren Online-Shop neu aufgestellt und können über den Shop die Masken jetzt europaweit günstig verkaufen. Genauso wie BRANOfilter handeln wir nicht, um an der Krise zu profitieren. Ganz im Gegenteil. Herpa verdient an den Gesichtsmasken nichts. Lediglich die Aufwände für Logistik und Marketing werden durch die Verkaufserlöse gedeckt.“

Zwanzig Masken kosten bei Herpa 19,95 Euro und sind im Netz erhältlich unter:
www.herpa.de/masken Herpas Clubmitglieder profitieren zusätzlich von den 10% Einkaufsrabatt auf alle Artikel im Herpa Webshop. Konzipiert ist sie im Stil der Herpa Minikit-Bausätze. Das heißt, dass sich die Endanwender die beiden Gummis individuell in passender Länge knoten müssen und sich der flache Stanzling dann durch Faltkanten dreidimensional aufbaut. Der Vorteil dieses Systems sind laut Herpa die schnellere Verfügbarkeit, günstige Herstellkosten und gute Eigenschaften hinsichtlich Tragekomfort und Leckage dank individueller Anpassung. Es handelt sich also nicht um eine vollwertige FFP2-Maske und somit nicht um ein Medizinprodukt. Fair Play: Damit viele Menschen die Möglichkeit bekommen, günstig gute Masken zu bestellen, bitten wir darum, keine Masken zu hamstern. Als Richtwert halten wir maximal 100 Masken pro Haushalt für angemessen. Wir behalten uns vor, Bestellungen mit einer höheren Stückzahl zu stornieren.

 

Was bedeutet das?

Die Corona-Krise verbindet: Auch regionale Hersteller mit völlig unterschiedlichen Produkten.

 

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