Corona-Krise: Ford, GE und 3M wollen Beatmungsgeräte herstellen

Ford will mit den US-Konzernen General Electric und 3M Beatmungsgeräte fertigen. Zudem will der Autohersteller unter anderem Atemmasken selbst produzieren.

Bei Ford findet in den USA bereits eine Umstellung der Produktion statt. | Foto: Ford
Bei Ford findet in den USA bereits eine Umstellung der Produktion statt. | Foto: Ford
Gregor Soller

Aus der Überlegung scheint Realität zu werden: Ford tut sich mit General Electric (GE) und 3M zusammen, um die Produktion der in der Corona-Krise dringend benötigten Beatmungsgeräte zu beschleunigen. Dazu erklärt Fords Verwaltungsratschef Bill Ford:

„Dies ist eine so kritische Zeit für Amerika und die Welt. Es ist die Zeit des Handelns und der Zusammenarbeit. Wenn wir uns über mehrere Branchen hinweg zusammentun, können wir einen echten Unterschied für Menschen in Not und für diejenigen an der Front dieser Krise machen."

Darüber hinaus will Ford mehr als 100.000 Plastikgesichtsmasken pro Woche in einer eigenen Fabrik fertigen und seine 3D-Druck-Technik für Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, um weitere Produkte zu entwickeln und zu generieren.

Präsident Donald Trump hatte am Sonntag, den 22.3.2020, bei Twitter erklärt, er habe Ford und GM  sowie Tesla die Genehmigung erteilt, Medizintechnik produzieren zu dürfen. Experten bezweifeln jedoch, dass sich deren Fabriken zur Autoproduktion auf die Schnelle entsprechend umrüsten lassen. Mittlerweile plant auch FCA, Inhaber der Marken Chrysler, Dodge und Ram, in Asien medizintechnische Produkte zu produzieren.

Was bedeutet das?

Man darf gespannt sein, wie schnell und effektiv die Autohersteller Medizintechnik und Gesundheitsausrüstung produzieren können. Und wie lange das nötig sein wird. Weiter fraglich ist, ob dadurch auch Geld verdient werden kann, um zumindest einen ganz kleinen Teil der Produktionsausfälle bei den Automobilen teilkompensieren zu können. Nach letzten Informationen plant Ford außerdem, seine Werke weiter geschlossen zu halten und nicht, wie ursprünglich avisiert, am 30.3. wieder anzufahren.

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