Corona-Krise: FCA und Prada fertigen Masken und Arztkittel

Italienische Konzerne stellen sukzessive ihre Produktionen um: Firmen wie der Autokonzern FCA oder das Modeunternehmen Prada stellen nun Schutzartikel wie Atemmasken und Arztkittel her.

FCA wird (noch nicht) in Melfi, aber in Asien die Fertigung auf die Herstellung von Atemmasken umstellen. | Foto: FCA
FCA wird (noch nicht) in Melfi, aber in Asien die Fertigung auf die Herstellung von Atemmasken umstellen. | Foto: FCA
Gregor Soller

Die Corona-Pandemie erzeugt in Italien eine Umstellung der Fertigungslinien auf die Produktion von Schutzartikeln. Der FCA-Vorstandsvorsitzende Mike Manley kündigte in einem Brief an die Mitarbeiter an, dass man eine der Fabriken zur Herstellung von Atemschutzmasken umbauen werde. Dieser Brief lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Diese Produkte sollten an medizinisches Personal gespendet werden. Ziel sei es, mehr als eine Million Gesichtsmasken pro Monat zu produzieren. Nach Unternehmensangaben sollen diese Schutzmasken in einem asiatischen Werk gefertigt werden. In Italien unterstützen FCA und Ferrari das Medizinunternehmen Siare Engineering (in Valsamoggia) bei der Herstellung von Beatmungsgeräten. Und die Nachrichtenagentur Ansa meldete, dass der Mailänder Modekonzern Prada derweil mit der Produktion von 80.000 Arztkitteln und 110.000 Masken begann. Das Material solle bis 6. April in einer Fabrik nahe Perugia hergestellt werden. Auch andere italienische Unternehmen richten ihre Produktionen gerade auf den Gesundheitsbereich aus.

Was bedeutet das?

Die Corona-Krise sorgt für erste Umstrukturierungen in Firmen: Immer mehr italienische Konzerne und Fabriken stellen ihre Fertigung auf die Produktion von Gesundheitsartikeln um. Gut möglich, dass bald auch andere Konzerne und Länder folgen könnten.

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