Corona-Krise: Audi forciert digitale Beratung mit Datenbrille

Mit der Audi Live Beratung treibt der Hersteller vor dem Hintergrund der Pandemie die Digitalisierung seines Vertriebs weiter voran. Der Kunde muss dabei allerdings einen - virtuellen - Termin vereinbaren. 

So nah als wär man da: Audi digitalisiert vor dem Hintergrund der Ausgangssperren den Vertrieb und berät virtuell per Daten-Brille den Kunden zuhause. | Foto: Audi
So nah als wär man da: Audi digitalisiert vor dem Hintergrund der Ausgangssperren den Vertrieb und berät virtuell per Daten-Brille den Kunden zuhause. | Foto: Audi
Johannes Reichel

Nach Hyundai hat jetzt auch der Automobilhersteller Audi einen virtuellen Showroom eingerichtet, bei dem sich Kunden von zuhause aus über den Autokauf beraten lassen können können. Mit der sogenannten Audi Live Beratung baut man zugleich digitale Vertriebsgeschäft weiter aus und will in der aktuellen Lage eine kontaktlose Alternative für den Besuch im Autohaus bieten. Die Anwendung vernetzt Service-Mitarbeiter im Autohaus per Datenbrille mit Kunden oder potenziellen Käufern. Im Einsatz ist die Live Beratung aktuell deutschlandweit in mehr als 40 Partnerbetrieben sowie in der Audi City in Berlin.

Das Prozedere läuft so, dass Interessenten eine Beratung mit dem Autohaus ihrer Wahl einen Termin vereinbaren. Sie erhalten dann einen Link und vernetzen sich über einen gängigen Browser per Computer, Tablet oder Smartphone mit einem Mitarbeiter. Dieser trägt eine Datenbrille, mit der er den Kunden zu dessen Wunschfahrzeug im Autohaus quasi mitnehmen Details genau darstellen kann. Zudem erhalte der Kunde während des Beratungsgesprächs weitere Informationen wie Leistungsmerkmale oder Ausstattungsoptionen auf sein Display. Parallel dazu könne der Berater Fotos und Videos erstellen und diese dem Kunden verfügbar machen.

Aus Sicht von Martin Wallenborn, Leiter Business Development Markt Deutschland der Audi AG leiste die Live Beratung einen wichtigen Beitrag für den weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle.

"Diesen Weg wollen wir gerade angesichts der aktuellen Lage noch konsequenter weiterverfolgen“, versprach Wallenborn.

Auch im klassischen stationären Vertrieb und Service würde durch die digitale Anwendung der Austausch mit den Kunden sowohl erleichtert wie intensiviert. Genutzt werden könne sie nicht nur im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft, sondern auch im Service, etwa bei der Direktannahme, skizziert der Hersteller weiter.

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