Corona: Jetzt stoppt auch BMW die Produktion

Auch BMW setzt die Autoproduktion in seinen europäischen Werken aus - zunächst für vier Wochen.

Jetzt fährt auch BMW die Produktion in Europa herunter - wie hier im Werk Dingolfing, wo erst im November 2019 die Produktion des 8er Gran Coupé startete. | Foto: BMW
Jetzt fährt auch BMW die Produktion in Europa herunter - wie hier im Werk Dingolfing, wo erst im November 2019 die Produktion des 8er Gran Coupé startete. | Foto: BMW
Gregor Soller

Das war abzusehen: Bei der Bilanzpressekonferenz erklärte am 18.3.2020 auch Vorstandschef Oliver Zipse, dass BMW seine Produktion in Europa und Südafrika vorübergehend anhalten werde:

 „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant."

Auch bei BMW sank die Nachfrage wegen der Ausbreitung des Coronavirus merklich, wie Zipse erklärt:

„Bei uns folgt die Produktion der prognostizierten Absatzentwicklung. Unser Produktionsvolumen passen wir flexibel der Nachfrage an“.

Auch VW, Audi und Daimler hatten bereits eine Unterbrechung der Produktion wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Audi und der Lastwagenbauer MAN beantragten bereits Kurzarbeit, ein Schritt, dem BMW folgen dürfte.

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, die Gesundheit der Mitarbeiter müsse geschützt und ihre Arbeitsplätze und Einkommen müssten abgesichert werden. Ein BMW-Tarifmitarbeiter bekomme auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent seines Nettolohns. Mit Kurzarbeit, seit langem existierenden flexiblen Arbeitszeitkonten und Homeoffice plant BMW, die Belegschaft sicher durch die Coronavirus-Krise zu bringen. Das schlägt sich natürlich auch auf den Gewinn nieder: Für 2020 erwarten die Münchner einen deutlichen Gewinnrückgang, zudem dürfte die Ergebnismarge im Autogeschäft auf zwei bis vier Prozent vom Umsatz absinken.

Die Finanzdienstleistungen erwarteten weniger Neuverträge und eine höhere Risikovorsorge. Deshalb dürfte das Konzernergebnis vor Steuern laut BMW gegenüber 2019 „deutlich zurückgehen". Es war wegen der hohen Investitionen in die Elektromobilität und die Digitalisierung bereits im vergangenen Jahr von 9,6 auf 7,1 Milliarden Euro gefallen.

Was bedeutet das?

Auch BMW kann sich dem Corona-Virus nicht entziehen und reagiert entsprechend darauf. Auch die Bayern fahren ihre EU-Werke und die Produktion in Südafrika ab dem 18.3.2020 gezielt herunter, bevor man am 19.4.2020 eine Wiederaufnahme der Produktion plant.

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