Corona: Auch Ferrari stoppt Produktion

Auch Ferrari schließt wegen des Coronavirus seine beiden Werke in Maranello und Modena. Vorerst bis zum 27.3.2020.

Stille im Motorenbau: Ferrari hat die Fertigung in Modena und Maranello ebenfalls gestoppt. | Foto: Ferrari
Stille im Motorenbau: Ferrari hat die Fertigung in Modena und Maranello ebenfalls gestoppt. | Foto: Ferrari
Gregor Soller

Auch bei Ferrari war der „Shut-down“ unumgänglich: Ursprünglich hatten die Italiener geplant, die Fabriken weiter am Laufen zu halten, was ernsthafte Probleme in der Lieferkette vereitelten, wie Ferrari bereits am Samstag, den 15.3. verlauten ließ. Die Produktion in Maranello und Modena würde daher vorübergehend bis zum 27. März 2020 geschlossen bleiben. Auch die für die Formel-1 zuständige Scuderia Ferrari habe mittlerweile den Betrieb eingestellt. Die Entscheidung wurde laut Ferrari aus Respekt und „für den "Seelenfrieden" der Arbeiter und Zulieferer von Ferrari getroffen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Louis Camilleri.

Noch zuvor hatte Italiens Regierung eine Vereinbarung mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden getroffen, wonach Fabriken auch trotz der anhaltenden Coronavirus-Probleme in Betrieb bleiben dürften. Ministerpräsident Giuseppe Conte twitterte da noch: Die Absprache diene dem "Wohle des Landes, dem Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer“. Sie sah höhere Sicherheitsstandards für Arbeitnehmer vor: Beschäftigte hatten Anspruch auf Masken und andere Schutzausrüstung, sofern sie nicht in einem sicheren Abstand voneinander arbeiten können.

Was bedeutet das?

Selbst wenn einige Hersteller weiterproduzieren könnten: Mittlerweile haben auch viele Zulieferer die Fertigung vorübergehend gestoppt, so dass wichtige Teile fehlen. Außerdem verhängen die Staaten aus Sicherheitsgründen immer strengere Quarantäne-Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

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