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Continental: Stärkere Fokussierung auf E-Antriebe

Auch Continental möchte sein Antriebsgeschäft stärker Richtung Elektrifizierung trimmen, erteilt der Feststoffzelle aber eine Absage.

Auch Continental kann ein komplettes elektrisches Antriebsportfolio anbieten. | Foto: Continental
Auch Continental kann ein komplettes elektrisches Antriebsportfolio anbieten. | Foto: Continental
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Gregor Soller

Auch Conti steht unter Strom: „Die Zukunft ist zweifellos elektrisch. Davon sind wir überzeugt“, erklärt Andreas Wolf, Leiter der Continental-Division Powertrain, die künftig mit ihm als CEO unter dem Namen Vitesco Technologies firmieren wird. Für reine Verbrennerkomponenten sehe man dagegen allenfalls noch „selektive Wachstumschancen“. Denn auch Conti spürt ein Anziehen des Geschäftes mit E-Komponenten und –Antriebssträngen: Der Markt für Hochvoltkomponenten und Hybridisierungskomponenten wachse deutlich schwungvoller als erwartet. Und das führe laut Conti „früher als bisher erwartbar zu einem wirtschaftlich attraktiven Geschäft“.

Befeuert wird das durch schärfere politische Vorgaben in den meisten Regionen der Welt. Dazu erklärt Wolf:   

„Unsere Kunden setzen jetzt konsequenterweise immer energischer sowohl auf die Elektrifizierung von Verbrennungsmotoren durch Hybridantriebe als auch auf reine Batterie-elektrische Fahrzeuge.“

Die Division Powertrain ist heute bereits als einer der wenigen Systemanbieter in der Lage, eine komplette Elektrifizierung aus einer Hand zu liefern. Das Portfolio umfasst Technologien für die 48-Volt-Elektrifizierung, Elektro-Motoren sowie Leistungselektronik für Hybride und rein batterieelektrische Fahrzeuge. Ebenfalls dazu zählen Technologien für Brennstoffzellenfahrzeuge sowie intelligente Energie- und Thermomanagementsysteme.

Entsprechend fährt man die Investitionen in Verbrennerkomponenten wie Injektoren und Hochdruckpumpen zurück. Nach Wolfs Ansicht verlieren solche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Produktionskapazitäten für Neuentwicklungen ihre Wirtschaftlichkeit. Bestehende Verträge würden noch erfüllt, Neuaufträge werden eine „immer geringere Rolle“ spielen. Auch das Geschäft mit Komponenten zur Abgasnachbehandlung und Kraftstoffförderung soll überprüft werden, eine Partnerschaft sei nicht ausgeschlossen.

Schade: Einst hielt man sich bei Conti den Einstieg in die Fertigung von Festkörperbatteriezellen offen, entschied sich jetzt aber offen dagegen. Begründet wird das sehr knapp: „Der disruptive Markt biete für Continental nun aber keine wirtschaftlich attraktive Perspektive mehr.“

Was bedeutet das?

Auch Conti baut schneller um und tut gut daran. Schade ist nur der definitive Ausstieg aus der Akkuzellforschung- und später auch -fertigung: Hier scheint Deutschland das Feld den Asiaten zu überlassen.

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