Continental: CES eröffnet drei neue Standorte

Continental Engineering Services expandiert nach England, Deutschland und Italien. Die neuen Standorte sind vor allem strategisch gewählt, um Entwicklung wie Partnerschaften voranzutreiben.

CES will sich in Produktion noch stärker mit dem Mutterkonzern Contintenal vernetzen und gleichzeitig die Kund:innenbindung erhöhen. | Grafik: Continental
CES will sich in Produktion noch stärker mit dem Mutterkonzern Contintenal vernetzen und gleichzeitig die Kund:innenbindung erhöhen. | Grafik: Continental
Redaktion (allg.)

Als internationaler Entwicklungs- und Produktionsdienstleister eröffnet Continental Engineering Services (CES) europaweit drei neue Standorte. Der neuen Niederlassung im englischen Burgess Hill spricht man dabei besonders große Bedeutung zu. Hier steht die Entwicklung und Adaption von Fahrerassistenzsystemen im Fokus, vor allem in den Bereichen Software und Bildererkennung sowie von Technologien für Park- und Wendemanöver. Diese ADAS-Technologien, kurz für Advanced Driver Assistance Systems, müssen gesetzlich verpflichtet ab 2022 in sämtlichen Neuwagen integriert sein. Ziel der EU-Vorschriften ist ein erhöhter Schutz von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen als auch den Fahrzeuginsassen selbst. ADAS beinhaltet dabei etwa Notbrems- und Spurhalteassistenten sowie Warnsysteme bezüglich Müdigkeit der Fahrer:innen.

Mit dem Standort will die Continental-Tochter auch die Marktposition in Großbritannien weiter stärken, zusätzlich zum Standort Lichfield. In Burgess Hill werden laut Unternehmen ca. 100 Ingenieure beschäftigt, um neue Lösungen für Fahrerassistenzsysteme zu finden.

„Die Entwicklungsteams in Burgess Hill stärken unsere Expertise in Schlüsseldisziplinen“, so Dr. Christoph Falk-Gierlinger, Geschäftsführer der CES. „Die Entwicklung von Assistenzsystemen und ihre Integration in eine zunehmend digital geprägte Fahrzeugarchitektur gewinnen rasant an Bedeutung. Wir bieten intelligente Lösungen, die den Anforderungen der spezifischen Fahrzeugarchitektur und internationalen Gesetzesvorgaben entsprechen.“

Standort Baden-Württemberg wird ausgebaut

Die Expansionsstrategie greift auch in Deutschland, nämlich am Standort Stuttgart. Hierfür wird im nahen Sindelfingen eine neue Niederlassung geschaffen, um „Schlüsselkunden am Automotive-Standort Baden-Württemberg noch besser unterstützen zu können“. Hier hat man sich auf die Integration von Brems- und Fahrerassistenzsystemen spezialisiert sowie Interior-Elektroniksysteme.

„Wir sind näher an unsere Kund:innen im Großraum Stuttgart herangerückt. Als Systementwicklungspartner können wir unseren Kund:innen nun noch effizienter bei der Entwicklung und Implementierung von passgenauen Lösungen für die Mobilität der Zukunft unterstützen. Unser Fokus liegt auf Disziplinen wie Elektromobilität, Fahrzeugakustik, Verkehrssicherheit, Information und Vernetzung“, erklärt Lars Holger Seibert, Director Sales & Marketing.

Das Akustikzentrum liegt in Marktgröningen, dort werden Projekte rund um Gesamtfahrzeugakustik und Thermomanagement realisiert. Auch in der Nähe ist ein Standort vom Mutterkonzern selbst. Die strategische Vernetzung geht hier also mehrfach auf.

In Italien spezialisiert man sich weiter

Der dritte neue Standort befindet sich im italienischen Turin, mit besonderem Augenmerk auf den Wachstumskurs in Südeuropa. Hier will man die Entwicklungen weiter vorantreiben und auch mehr Nähe zu Kund:innen ermöglichen, erklärt das Unternehmen. Betreut werden durch die Niederlassung italienische Hersteller von Kleinserien-, Nischen-, Zweirad- und Spezialfahrzeugen, angeführt von Nicole Haring-Aue, dem Head of CES Italy.

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