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Conti UltraContact NXT: Reifen mit 65 Prozent nachhaltigen Materialien

Hannoveraner bringen als erster Hersteller Reifen mit hohem Anteil nachhaltiger Materialien in Serie. UltraContact NXT besteht zu 65 Prozent aus nachwachsenden, wiederverwerteten und ISCC PLUS-zertifizierten Materialien. Bestwerte bei Rollwiderstand, Nassbremsen und Geräusch. Für BEV und Verbrenner.

Grün und rund müssen sie sein: Conti will mit dem neuen Öko-Pneu Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit am Reifen setzen. | Foto: Conti
Grün und rund müssen sie sein: Conti will mit dem neuen Öko-Pneu Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit am Reifen setzen. | Foto: Conti
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Johannes Reichel

Der Hannoveraner Reifenhersteller Continental hat seinen bisher nachhaltigsten Serienreifen vorgestellt. Der UltraContact NXT besteht zu 65 Prozent aus nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien. Alle 19 Dimensionen sollen dennoch über die Bestnote im EU-Reifenlabel („A“) in den Bereichen Rollwiderstand, Nassbremsen und Außengeräusch verfügen. Der Öko-Reifen ist ab Juli für den Reifenfachhandel in Europa erhältlich.

„Der UltraContact NXT ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, unsere ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Entwicklung des Reifens zeigt einmal mehr unsere technologische Führungsrolle und unser starkes Engagement für Nachhaltigkeit und Sicherheit“, meint Ferdinand Hoyos, Leiter des Reifenersatzgeschäfts der Region EMEA bei Continental.

Je nach Reifengröße besteht der UltraContact NXT aus bis zu 65 Prozent nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien. Der Anteil nachwachsender Materialien liegt bei bis zu 32 Prozent. Wiederverwertete Materialien machen bis zu fünf Prozent aus. Darüber hinaus bezieht Continental bis zu 28 Prozent ISCC PLUS Massenbilanz-zertifizierte Materialien aus biologischen, biologisch-zirkulären und zirkulären Rohstoffen. Gummimischung enthält biobasiertes Silika gewonnen aus landwirtschaftlichen Abfällen Nachwachsende Rohstoffe machen bis zu 32 Prozent des UltraContact NXT aus. Dazu gehören Harze, die auf Reststoffen aus der Papier- und Holzindustrie basieren.

Die in Reifen verwendeten Harze machen Reifenmischungen flexibel und verbessern so die Haftungsfähigkeit des Materials. Der Ultra Contact NXT enthält auch Silika aus der Asche von Reishülsen. Reishülsen sind ein Abfallprodukt der Reisproduktion und können nicht als Nahrungsmittel oder Tierfutter verwendet werden. Diese werden durch ein neues, weniger energieaufwändiges Verfahren zu Silika verarbeitet. Silika trägt dazu bei, Eigenschaften wie Haftung, Rollwiderstand und Lebensdauer des Reifens zu optimieren.

Naturkautschuk bleibt ein Schlüsselmaterial

Wie in jedem Reifen ist Naturkautschuk ein Schlüsselmaterial des UltraContact NXT. Er ist nach wie vor unverzichtbar, da er aufgrund seiner hohen Stoßfestigkeit und Haltbarkeit beste Leistungseigenschaften von Reifen gewährleistet. Das spezielle Logo „Contains recycled materials” auf der Seitenwand unterstreicht die Verwendung von wiederverwerteten Materialien in dieser Reifenlinie. Der Anteil an recyceltem Material im UltraContact NXT liegt bei bis zu fünf Prozent. Dazu gehört wiederverwertetes Gummi, das aus mechanisch aufbereiteten Altreifen stammt.

Darüber hinaus setzt der Hersteller im neuen Pneu auch recycelten Stahl ein. Auch die bereits vorgestellte innovative ContiRe.Tex-Technologie wurde für den Öko-Pneu übernommen. Mit der Technologie erzeugt der Hersteller Hochleistungspolyesterfasern zur Verstärkung der Reifenkarkasse durch das Recycling von PET-Flaschen, die sonst häufig in Verbrennungsanlagen oder auf Deponien landen. Mit der Technologie habe man eine energieeffizientere und umweltfreundlichere Alternative entwickelt, die es ermöglicht, je nach Reifengröße zwischen neun und fünfzehn PET-Flaschen pro Reifen wiederzuverwenden. Die eingesetzten PET-Flaschen werden ausschließlich aus Regionen bezogen, in denen es keinen geschlossenen Recyclingkreislauf gibt. Continental strebt bis spätestens 2050 vollständig zirkuläres Wirtschaften in ihrer Reifenproduktion an.

Massenbilanz-zertifizierte Materialien: Synthetischer Kautschuk und Industrieruß

Für den UltraContact NXT verwendet Continental bis zu 28 Prozent ISCC PLUS Massenbilanz-zertifizierte Materialien. Dabei handelt es sich um nachhaltigen Synthesekautschuk und Industrieruß aus biobasierten, bio-zirkulären und/oder zirkulären Rohstoffen. Synthetischer Kautschuk ist ein leistungsbestimmender Bestandteil moderner Pkw-Reifen, da seine Eigenschaften speziell für das jeweilige Produkt angepasst werden können. Ruß wird in Gummimischungen verwendet, um die Stabilität, Festigkeit und Haltbarkeit von Reifen zu optimieren. Der ISCC PLUS zertifizierte Massenbilanz-Mechanismus soll Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette gewährleisten, indem er die Herkunft und die Eigenschaften der Rohstoffe verfolgt, die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien überprüft und die daraus resultierenden Produkte zertifiziert, werben die Hannoveraner.

Bis 2050 sollen alle Pneus komplett nachhaltig sein

Bis 2030 strebt der Reifenhersteller einen Anteil von über 40 Prozent nachwachsender und wiederverwerteter Materialien in seinen Reifen an. Bis spätestens 2050 sollen alle neuen Reifen von Contizu 100 Prozent aus nachhaltigen Materialien bestehen. Der UltraContact NXT ist eine Weiterentwicklung der erfolgreichen UltraContact-Familie, die im Jahr 2022 vorgestellt wurde. Die ersten Größen werden im Juli für Reifenfachhändler in Europa verfügbar sein. Der Pneu wurde sowohl für Elektro- als auch für Verbrennungsmotoren entwickelt und bietet höchste Effizienz und optimale Laufleistung. Continentals bisher nachhaltigster Serienreifen trägt daher das EV Compatible-Logo. Der UltraContact NXT wird für verschiedene beliebte Fahrzeuge wie den Kia Niro, VW ID.3, Mercedes-Benz EQA, Tesla Model 3, Audi Q4 E-TRON, Skoda Octavia, VW Golf 8, Audi A3 und viele mehr erhältlich sein.

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