Conti ShyTech: Anzeige per Sprache und Geste

Informationen, die nur dann auf dem Bildschirm erscheinen, wenn sie nötig sind – die Hannoveraner setzen mit dem ShyTechDisplay auf eine diskrete Anzeigelösung, die die Fahrsicherheit erhöhen soll.

Das Display, das "wie von Zauberhand erscheint", soll 2023 auf den Markt kommen. (Foto: Continental)
Das Display, das "wie von Zauberhand erscheint", soll 2023 auf den Markt kommen. (Foto: Continental)
Anna Barbara Brüggmann
von Redaktion (allg.)

Große Displays mit vielen visuell dargestellten Informationen können während der Fahrt zu Reizüberflutung führen. Das ShyTechDisplay von Continental soll dabei unterstützen, alle wichtigen Informationen im Blick zu behalten, ohne jedoch die Fahrsicherheit zu gefährden und vom Verkehrsgeschehen abzulenken. Dem Unternehmen zufolge ist nicht jede angezeigte Mitteilung in jeder Situation relevant. Die Anzeige- und Bedienflächen erscheinen bei der Displaylösung daher nur, wenn sie für den Fahrer relevant sind.

Eine halbtransparente Oberfläche soll dafür sorgen, dass sich die Bildschirme nahtlos in die umliegende Oberfläche integrieren lassen – sowohl optisch als auch haptisch. Wird die Anzeige nicht benötigt, ist sie laut Continental für das menschliche Auge quasi unsichtbar. Navigations- oder Kommunikationsinformationen sowie das Menü des Touchscreens sind dabei stets präsent. Die Anzeigen und Bedienelemente des Screens werden jedoch erst dann aktiviert, wenn sich etwa eine Hand nähert. Die Anzeige kann zudem via Sprachsteuerung oder durch kurzes Tippen auf die Bildschirmoberfläche aktiviert werden.

„Displays sind die zentrale Mensch-Maschine-Schnittstelle im Fahrzeug“, so Ulrich Lüders, Leiter Strategie und Portfolio im Geschäftsbereich Human Machine Interface bei Continental, und fügt hinzu: „Das Design von Displaylösungen nimmt deshalb eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Cockpits ein. Das Cockpit der der Zukunft sei ihm zufolge digital, immersiv und eben zurückhaltend („shy“).

Das Unternehmen verfolge damit den Ansatz eines puristischen, auf das Wesentliche reduzierten Innenraumdesigns. Um ausgeschaltete Bildschirme nicht als schwarze Leerflächen erscheinen zu lassen, imitiert die Displayoberfläche das Design der Instrumententafel – ja nach Konfiguration sei der Look von Holzblenden, Carbonblenden oder einer Lederoberfläche möglich. Auch die Haptik solle dem Originalmaterial nahekommen, so das Unternehmen.

Fast überall im Fahrzeug anzubringen

Aufgrund der genannten Eigenschaften könnten Bildschirme nahezu überall im Innenraum angebracht werden. „Das ermöglicht ein ruhiges und aufgeräumtes Innenraumdesign, in das gleichzeitig eine Fülle an neuen Funktionen integriert werden kann – ohne die Insassen jedoch zu überfordern“, sagt Lüders.

Reduziert werden sollen auch störende Lichtreflexe, zum Beispiel bei tief stehender Sonne. Auch im aktivierten Zustand soll sich das Display nahtlos einfügen - eine spezielle Hinterleuchtung lasse den Displayinhalt bei jeder Lichtsituation in der idealen Helligkeit und Bildschärfe erscheinen. Die Einführung des ShyTech-Displays ist laut Continental für das Jahr 2023 geplant.

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