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Conti liefert Antrieb für Sono Motors

Die Division Powertrain von Continental wird die elektrische Antriebseinheit, die Electric Drive Unit (EDU) für den Sion bauen.

Conti wird den Sion antreiben, ElringKlnger die Akkus liefern. | Foto: Sono Motors
Conti wird den Sion antreiben, ElringKlnger die Akkus liefern. | Foto: Sono Motors
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Gregor Soller

Nach ElringKlinger gibt Sono Motors jetzt einen weiteren Zulieferer für die Produktion des Modells Sion bekannt. Dabei ist die Partnerschaft mit Continental langfristig über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs angelegt. Die Antriebseinheit von Conti umfasst neben dem Motor auch die Leistungs-elektronik sowie das Getriebe, deren Integration in einer einzigen Systemeinheit Größe und Gewicht des Antriebssystems zugunsten der Leistungsstärke des Fahrzeugs reduziert. Das bereits validierte Antriebssystem kann ohne weitere signifikante Entwicklungsleistung in den Sion integriert werden und entspricht somit der innovativen carry-over parts Strategie Sono Motors. Das System soll nochmal stärker sein als in den Prototypen: So wird der E-Motor des Serienfahrzeugs über knapp 300 Nm Drehmoment verfügen und rund 120 kW Systemleistung bieten.  

Laut der Plattform electrve.net will Sono Motors insgesamt rund 260.000 Einheiten des Sion bei einem europäischen Auftragsfertiger herstellen lassen. Der wurde allerdings noch nicht bekanntgegeben. Auch beim Akku gibt es Neues: Der Sion hat eine Akkukapazität von 35 kWh. Die bisher kommunizierte Reichweite von 250 Kilometern wurde jetzt auch in Simulationen nach dem neuen WLTP-Standard mit 255 Kilometern bestätigt. Die Entscheidung für Frontantrieb soll laut Sono die Antriebs- und Rekuperationseffizienz weiter erhöhen. Allerdings wird der Akku wohl merklich  teurer als ursprünglich angekündigt: Da 2016 Batteriepreise von unter 100 Euro pro kWh für das Jahr 2020 prognostiziert worden waren, kalkulierte das Münchner Startup vor zwei Jahren mit rund 4.000 Euro. Da die Nachfrage nach Elektromobilität vor allem in den letzten zwei Jahren massiv anstieg, sind die Zellpreise laut Sono allerdings nicht so stark gefallen wie erwartet. Deshalb müsste der Akkupreis nun auf 9.500 Euro erhöht werden. Verbaut werden sollen 51Ah-PHEV-II-Zellen, die laut Sono die beste derzeit am Markt verfügbare Energiedichte punkten sollen, außerdem falle der Kobaltgehalt deutlich geringer als üblich. Die Krux am Gesamtpaket: Mit dem neuen Akkupreis steigt der Preis des Sion auf 25.500 Euro und damit auf das Niveau des VW I.D. Doch außer dem Kauf soll es auch die Möglichkeit geben, die Batterie zu mieten. Derzeit liegen Sono Motors gut 8.800 Reservierungen für das Fahrzeug vor.

Was bedeutet das?

Der Weg zum Autohersteller ist lang und steinig – und die Autoindustrie hat zur Aufholjagd geblasen. Das macht es Startups wie Sono Motors nicht leichter, wenngleich man auch hier konsequent die nächsten Schritte Richtung Serienfertigung geht.

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