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CONFERENCE DAYS: Vom Champagner der Kraftstoffe bis zum E-Problemlöser

Shell-Experten haben drei Möglichkeiten für den Umstieg auf alternative Antriebe und Kraftstoffe im Schwerlastverkehr unter die Lupe genommen. Elektro, Bio-LNG oder Wasserstoff? Bei den CONFERENCE DAYS wurde geklärt, für welche Anwendungen welche Technologie besonders geeignet ist.

Der Mix macht´s: Die drei Shell-Experten Martin Pernsteiner, DLNG Retail Project Manager Europe Shell Deutschland Thea Wrobbel, Business Development Manager Shell Deutschland und Fabian Höpfner, Business Development Manager Shell Deutschland sowie Moderatorin Lea Neumeier, CRT Business Development Manager & Sen. Marketing Implementer DACH/UK EuroShell Deutschland, erklärten, welcher Antrieb zu welchen Anwendungen passt. (Screenshots: N. Bradl/HUSS-VERLAG)
Der Mix macht´s: Die drei Shell-Experten Martin Pernsteiner, DLNG Retail Project Manager Europe Shell Deutschland Thea Wrobbel, Business Development Manager Shell Deutschland und Fabian Höpfner, Business Development Manager Shell Deutschland sowie Moderatorin Lea Neumeier, CRT Business Development Manager & Sen. Marketing Implementer DACH/UK EuroShell Deutschland, erklärten, welcher Antrieb zu welchen Anwendungen passt. (Screenshots: N. Bradl/HUSS-VERLAG)
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Redaktion (allg.)
von Nadine Bradl

Ein spannendes Thema bei Shells Slot auf den CONFERENCE DAYS 2023: „Der Blick in die Zukunft: Welcher Antrieb für welche Anwendungen?“. Die drei Shell-Experten Martin Pernsteiner, DLNG Retail Project Manager Europe Shell Deutschland Thea Wrobbel, Business Development Manager Shell Deutschland und Fabian Höpfner, Business Development Manager Shell Deutschland, beschäftigten sich unter Moderation von Lea Neumeier, CRT Business Development Manager & Sen. Marketing Implementer DACH/UK EuroShell Deutschland, eine Stunde mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen für den Schwerlastverkehr. Gleich zu Beginn stellte die Moderatorin jedoch klar: Die eine Lösung für alle wird es nicht geben.

„Wir wollen flexibel und vielfältig sein“, so Neumeier.

So sei viel mehr der Anspruch die richtige Lösung für den jeweiligen Kundeneinsatz zu finden. Offensichtlich somit auch die erste Frage ans Auditorium: Wie sieht ihr Fuhrpark eigentlich aus?

LNG: Für die schweren Transporte

LNG-Experte Pernsteiner übernahm anschließend das Ruder für die Bereiche LNG und Bio-LNG.

„Kurz zur Einordnung: Wir befinden uns hier im Schwerlastverkehr – umso schwerer umso besser – und im Fernverkehr“, sortierte der Shell-Mitarbeiter kurz ein.

Bio-LNG unterscheide sich nun in nur einem – sehr wichtigen Punkt – von „normalem“ LNG: Über die gesamte Lebensdauer gesehen, könne mehr CO2 eingespart werden. Bei fossilem LNG würden schon bis zu 20 Prozent CO2 gegenüber Diesel eingespart, bei Bio-LNG könne CO2 sogar um bis zu 100 Prozent – je nach Grundstoff – reduziert werden. In den Niederlanden sei man schon live mit Bio-LNG-Mix mit 30 Prozent CO2 Reduzierung. In Deutschland laufe ein Pilot unter anderem mit Partnern wie Evonik, DHL, Volkswagen und Edeka. „Der große Schwung kommt aber jetzt Mitte des Jahres“, so Pernsteiner.

Shell plant die Eröffnung einer Gasverflüssigungsanlage für Bio-LNG im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland.

„Der hat ein Volumen von 100 Kilotonnen – das ist dann Europas größter Verflüssiger und reicht um unsere 36 Tankstellen in Deutschland zu versorgen und 5000 Lkw auf der Straße zu halten.“

Die Slot-Teilnehmer sehen LNG kritischer. Einer hakt im Chat nach:

„Bio-LNG kann nicht die Lösung sein, die reell produzierbare Menge liegt bei weit unter fünf Prozent des Gesamtbedarfs!“

Man habe gerade einen der größten Bio-Methan-Produzenten gerade ins eigene Haus geholt, berichtet Pernsteiner. Und ergänzt:

„Wenn man sich die Mengen in Deutschland ansieht, könnte Deutschland ein Saudi-Arabien für den Fernverkehr werden.“

Das sei natürlich alles noch nicht umgesetzt, es gelte hier noch Potenziale zu schöpfen.

E-Trucks: Noch muss es planbar sein

Das gilt wohl auch bei der Elektrifizierung der Flotten. Im Bereich Elektro-Trucks „passiert wahnsinnig viel“, berichtet Thea Wrobbel. Im Moment gelte allerdings noch: Je planbarer, desto besser. Trucks, die auf festen Routen unterwegs sind, am besten innerstädtisch sowie tagsüber fahren und nachts langsam laden können seien die besten E-Kandidaten. Doch auch hier baue Shell weiter aus. Im Sommer wurde zum Beispiel die SBRS GmbH, ein Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen für kommerzielle E-Fahrzeuge, übernommen. Die Firma realisiert Infrastrukturlösungen für E-Mobility-Fuhrparks und soll unterstützen das Angebot von Ladelösungen für E-Busse, E-Lkw und E-Vans auszubauen. Wrobbel findet:

„Das ist unser Problemlöser“.

Egal bei welchem Kunden und egal welche Schwierigkeiten es vor Ort gebe – SBRS habe eine Ladelösung. Nicht zu verachten sei allerdings: Etwa 20 Prozent des Ladebedarfs sei unterwegs.

„Hier haben wir natürlich das Problem, dass Parkplätze generell rar sind.“

Außerdem müsse natürlich die Infrastruktur aufgebaut werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Wasserstoff: Der Champagner unter den Antrieben

Die Nachfrage bei Wasserstoff ist derzeit eher noch gering. Dabei sind die Vorteile laut Höpfner für den Schwerlastverkehr deutlich:

  • Schnelle Betankung, ähnlich wie mit Diesel
  • Hohe Reichweite von bis zu 800 Kilometern
  • Keine Emissionen
  • CO2-neutral bei Verwendung von erneuerbaren Energien zur Wasserstoffproduktion

Problematisch hingegen die derzeitigen Preise.

„Wasserstoff wird ja oft als Champagner der Energiewende bezeichnet“, sagt Höpfner.

Wasserstoff sei derzeit noch nicht wettbewerbsfähig. Doch: Wenn man es ernst meine mit der globalen Dekarbonisierung, sei Wasserstoff ein effektiver Weg, der aber nur weltweit gegangen werden kann. Bis sich die globale Struktur effektiv entwickelt hat, wird zunächst ein europäisches H2-Tankstellennetz für den Schwerlastverkehr in einigen speziellen Korridoren errichtet. Bis 2030 soll das zu einem europaweiten Netzwerk entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) ausgebaut werden. Shell baue außerdem seine Partnerschaften und Services aus – wie etwa die Kooperation mit Paul Nutzfahrzeuge und Maier Korduletsch.

Alles an einem Energie Hub

Zusammenfassend setzt Shell auf einen Energie-Mix, der auch an ihren Stationen zum Tragen kommen soll. An sogenannten Energie Hubs soll zukünftig getankt und geladen werden – egal ob, Biokraftstoffe, Wasserstoff oder LNG. Lkw sollen dabei ihre eigenen Bereiche bekommen, um etwa langsames Übernacht-Laden möglich zu machen und Platzkämpfe um Stellflächen mit Pkw zu vermeiden.

 

Die CONFERENCE DAYS laufen noch bis 10. März 2023 - hier geht´s zur Anmeldung.

Was bedeutet das?

Shell plant künftig einen Energie-Mix, der an sogenannten Energie Hubs  getankt und geladen werden kann. Womit sich der Energieanbieter flexibel und technologieneutral mit der Nachfrage mit entwickeln kann. 

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