Compleo präsentiert Ladesäule mit Bezahlmodul

Compleo stellt auf der Fachmesse E-World 2022 in Essen erstmals sein neues, in der Ladesäule eingebautes Bezahlmodul aus der X-PAY-Familie vor.

Die Duo ims wird zuerst die neue Technik erhalten. | Foto: Compleo
Die Duo ims wird zuerst die neue Technik erhalten. | Foto: Compleo
Gregor Soller

Compleo bietet mit der neuen Generation als eines der ersten Unternehmen Ladestationen an, die die Vorgaben der neuen Ladesäulenverordnung (LSV) erfüllen. Das neue Modul wird in Ladesäulen integriert und kann zwei Ladepunkte steuern. Es ermöglicht Bezahlvorgänge mittels gängiger Debit- oder Kreditkarte sowie PIN-Eingabe. Darüber hinaus sind auch Zahlungen mit Smartphones oder sogenannten Wearables über den RFID-Leser möglich.

Bequemeres Bezahlen auch ohne Ladekarte

Das bedeutet für die Nutzer: Freie Wahl der Zahlungsmittel beim Laden und einen deutlichen Komfortgewinn für Fahrer von E-Fahrzeugen. Vor allem für Reisende aus dem In- und Ausland, sofern sie keinen Vertrag mit dem Betreiber der Ladesäule haben, an der sie spontan laden wollen.

Denn der Gesetzgeber sieht ein einheitliches Bezahlsystem für Ad-hoc-Laden an öffentlichen Ladesäulen vor, die ab dem 1. Juli 2023 bei Neuinstallation verpflichtend sind. Um den Vorgaben der LSV zu entsprechen, muss die Ladesäule über eine starke Kundenauthentifizierung bzw. über eine PIN-Eingabe verfügen. Die Vorgaben dienen dazu, Betrug zu reduzieren und Online- oder kontaktlose Offline-Zahlungen noch sicherer zu machen. Ohne PIN-Eingabe können Zahlungen abgelehnt werden, bei denen beispielsweise zu viele kontaktlose Zahlungsvorgänge durchgeführt oder festgelegte Maximalbeträge erreicht wurden. Mit dem PIN-Pad werden dadurch sowohl Sicherheitsaspekte bei Zahlvorgängen, als auch höchste Verfügbarkeit bei der Nutzung von kontaktlosen Bezahlmethoden gewährleistet. Das Kartenterminal muss allerdings nicht in jeder Ladesäule vor Ort integriert sein. Erlaubt ist auch ein zentrales Terminal für mehrere Säulen, etwa auf dem Gelände eines Ladeparks.

Benutzerfreundliche Bezahlmethode

Compleo integriert das neue Modul in seine Ladestationen, das benutzerfreundlich konzipiert ist und ein gewohntes Handling mit PIN-Pads an Bezahlterminals sicherstellt. So wird Nutzern ein einfacher Zugang zur Ladestation gewährleistet. Das robuste, schlagfeste Modul ist mit einem hochauflösenden Farbdisplay und einer vor Vandalismus geschützten Edelstahl-Tastatur ausgerüstet. Das Modul entspricht den Richtlinien des Girocard-Systems für mobiles Bezahlen sowie für Girocard, Kredit- und Debit-Karten.

Steigende Nachfrage: Vorteile für Betreiber und User

Als erstes Produkt mit dem neuen Bezahlmodul bringt Compleo das Modell DUO IMS. Diese wird laut Compleo aktuell besonders von Energieversorgern und Stadtwerken nachgefragt und in größeren Stückzahlen geliefert. Erst kürzlich hat sich die Berliner Stadtwerke GmbH für die Lösungen von Compleo entschieden. Über einen Zeitraum von zwei Jahren nimmt der Berliner Energieversorger eine große Anzahl dieser Ladestationen ab. Stadtwerke aus NRW-Großstädten fragen diese ebenfalls verstärkt nach.

Vorteil dieser Linie: Die DUO IMS Ladestation kann laut Compleo direkt und ohne Unterverteilung ans öffentliche Stromnetz angeschlossen werden und ist damit prädestiniert für den Einsatz im öffentlichen Raum. Aktuell durchläuft die DUO IMS mit dem integriertem Bezahlmodul den Prüfungsprozess zur Eichrechtskonformität. Sobald die Prüfung voraussichtlich im Juli 2022 abgeschlossen ist, profitieren Stadtwerke bzw. Charge-Point-Operator und Kundschaft doppelt von der Produktinnovation.

Das Bezahlmodul ist künftig bei DC-Stationen integriert

Nach der DUO IMS werden im Laufe des Jahres auch die DC-Ladesäulen der Cito-Baureihe von Compleo für den Einsatz des innovativen Systems erweitert. Somit will Compleo auch diese Produkte bereits lange vor Inkrafttreten der LSV anbieten. „Um Schnellladen von E-Fahrzeugen attraktiv und komfortabel zu machen, arbeiten wir bei Compleo konsequent an der Weiterentwicklung unserer Ladestationen und Software“, beschreibt Alfred Vrieling, Vice President Sales & Marketing Europe bei Compleo, die aktuellen Entwicklungen und ergänzt:

 

 „Dabei bleiben wir weiterhin technologieoffen und berücksichtigen vor allem die Anforderungen und Wünsche von Nutzern und Betreibern: Ad-hoc-Zahlung genauso wie Roaming“.

 

Compleo verfolgt nach wie vor einen offenen Technologieansatz und unterstützt alle markt-relevanten Autorisierungs- und Bezahlmethoden für die Ladeinfrastruktur.

Freischalten von bis zu acht Ladesäulen über externes Terminal

Für die Compleo PRO und PRO plus Serien gab es schon bisher die Möglichkeit, ein externes X-PAY Bezahlterminal für Betrieb von öffentlichen Ladestationen anzuschließen. Es ermöglicht das Freischalten von bis zu acht Ladesäulen von einem zentralen Punkt aus. Hierfür ist allerdings eine zusätzliche externe Montage erforderlich. Dieses Terminal ist freistehend und enthält kein integriertes Pin-Pad. Die Bezahlung erfolgt kontaktlos.

Was bedeutet das?

Einfacher bezahlen – auch ohne Ladekarte! Denn Stadtwerke und andere Ladeinfrastruktur-Betreiber können das neue integrierte Bezahlmodul ganz unabhängig von einem bestimmten IT-Backend kombinieren. Es handelt sich dabei nicht um eine Einzelkomponente: Eichrechtskonformität sowie ein Online-Beleg für die E-Autofahrer sind in dieser offenen Umsetzung erhalten.

 

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