CO2-Emissionen: Volvo Cars verlagert Logistik von Straße auf Schiene

Die verstärkte Nutzung von Zügen für die Fahrzeugauslieferung soll massiv an CO2 einsparen und fügt sich in den Plan, bis 2040 ein klimaneutraler Hersteller zu werden.

Am Zug: Volvo Cars will mit der vermehrten Nutzung von Güterzügen bei der Auslieferung den CO2-Ausstoß weiter senken. | Foto: Volvo Cars
Am Zug: Volvo Cars will mit der vermehrten Nutzung von Güterzügen bei der Auslieferung den CO2-Ausstoß weiter senken. | Foto: Volvo Cars
Johannes Reichel

Der schwedisch-chinesische Automobilhersteller Volvo Cars hat die verstärkte Nutzung von Güterzügen anstatt Lkw in der Logistik angekündigt. Die Loks werden eingesetzt, um Fahrzeuge zwischen den Produktionsstätten und Neuwagen-Depots zu transportieren. Insbesondere in Europa sei die Beförderung auf der Straße zu den Vertriebslagern und Händlern in den einzelnen Märkten allgegenwärtig. Hier ließen sich die Emissionen durch eine Verlagerung auf die Schiene deutlich reduzieren, meint der Anbieter. Durch die Umstellung auf Schienentransporte vom belgischen Volvo Produktionswerk in Gent zu einem eigens dafür errichteten Depot in Norditalien habe das Unternehmen seinen CO2-Ausstoß auf dieser Strecke um fast 75 Prozent reduzieren können, so die Aussage. Auf einer zweiten Route von Gent in ein Neuwagen-Depot in Österreich seien die Emissionen um fast die Hälfte zurückgegangen.

Die Maßnahmen sind Teil des Klimaaktionsplans, den der Hersteller im vergangenen Jahr präsentierte. Das Unternehmen beabsichtigt, den CO2-Fußabdruck jedes Fahrzeugs bis 2025 um 40 Prozent über den gesamten Lebenszyklus gegenüber den Werten von 2018 zu verbessern. Hierfür müssten auch die Emissionen im Geschäftsbetrieb gesenkt werden, unter anderem in der Logistikkette, so die Analyse. In Summe will der Hersteller bis 2040 ein klimaneutrales Unternehmen werden.

Auch in China und den USA will der Hersteller den Schienenverkehr künftig verstärkt nutzen. Schon jetzt würden Fahrzeuge aus den chinesischen Produktionsstätten zweimal pro Woche per Zug zum Hafen im belgischen Gent transportiert. Weitere Zugverbindungen bringen Neuwagen in regionale Depots innerhalb Chinas und nach Russland. In den USA werden die Neufahrzeuge, die im Werk in Charleston (South Carolina) produziert werden, über ein gut ausgebautes Schienennetz in ganz Nordamerika verteilt.

 

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