CleverShuttle: Weitere Schutzmaßnahmen umgesetzt

Fahrer und Fahrgäste werden in der Pandemie geschützt mit Trennwänden oder -folien, verkürzten Reinigungs-Intervallen und Maskenpflicht. Seit kurzem shuttelt man auch für Unternehmen.

Vermehrt in Dienst: Der LEVX TX bietet neben Barrierefreiheit in Corona-Zeiten den Vorteil einer fest verbauten Trennscheibe und wurde verstärkt eingeflottet. | Foto: CleverShuttle
Vermehrt in Dienst: Der LEVX TX bietet neben Barrierefreiheit in Corona-Zeiten den Vorteil einer fest verbauten Trennscheibe und wurde verstärkt eingeflottet. | Foto: CleverShuttle
Johannes Reichel

Der Berliner Ride-Pooling-Anbieter CleverShuttle hat entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts weitere Vorsorge- und Schutzmaßnahmen getroffen und hofft damit, das in der Pandemie dramatisch eingebrochene Fahrgastaufkommen zu stabilisieren. Ziel sei es laut der DB-Tochter, die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitfahrer zu schützen und einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Unmittelbar nach dem Lockdown sei es zu einem Rückgang zum 75 Prozent gekommen, dem man vor allem bei den Fahrern mit Kurzarbeit begegnet sei, bilanzierte das Unternehmen. Derzeit finden neben den frei per App buchbaren Fahrdiensten, die verstärkt für Direktfahrten (direct rides) und von Risikozielgruppen genutzt würden, vor allem auch kostenfreie Shuttlefahrten für das Robert-Koch-Institut, die Berliner Charitè sowie die Berliner Tafel statt, für die man positives Feedback erhalte, wie ein Sprecher berichtet.

Die Überlegung, etwa auch Kurierfahrten für Waren anzubieten, habe man hingegen verworfen, so ein Sprecher. Für solche Einsätze sei die IT nicht ausgelegt, heißt es. Dafür bietet man seit kurzem auch einen stunden-, tage oder wochenweisen Shuttledienst für Unternehmen an, bei dem man die Mitarbeiter ein festen oder flexiblen Relationen befördert.

Trennwände oder -folien in allen Fahrzeugen

Zu den jetzt ergriffenen Schutzmaßnahmen zählen vor allem Trennwände in allen Fahrzeugen. Leicht möglich ist das im London Cab TX des britisch-chinesischen Herstellers LEVC, das jetzt verstärkt in der Flotte eingesetzt wird. Das Modell biete verfügt in Serie über eine Glas-Trennscheibe zwischen Fahrer und Fahrgast und bietet zudem großzügig Platz. Wie bisher bereits, bleibt die erste Reihe für Fahrgäste gesperrt, auch das Pooling von Fahrten ist einstweilen ausgesetzt.

"Die Trennscheiben lassen sich leider nicht in allen Fahrzeugmodellen verbauen. Als Sofortlösung haben wir in den letzten Wochen bereits damit begonnen, transparente Plastikplanen in unseren Fahrzeugen anzubringen", skizziert der Mobilitätsdienstleister weiter.

So verfügten jetzt deutschlandweit alle CleverShuttle-Fahrzeuge Nissan Evalia und Leaf, Toyota Mirai und Hyundai Nexo über eine Trennfolie zwischen Fahrer- und Rücksitz. Zudem werden die Reinigungsintervalle weiter verkürzt, die Mitarbeiter würden jetzt noch häufiger die Kontaktflächen im Fahrzeug desinfizieren, insbesondere Kontaktflächen. Zur Unterstützung der Hygiene im Fahrzeug stellt man den Fahrern Händedesinfektionsmittel zur Verfügung. Außerdem gilt wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln jetzt auch in den Shuttle-Fahrzeugen Maskenpflicht mittels Mund-Nasen-Schutz (MNS). Dies gelte explizit auch für Fahrgäste.

Die Masken für die Mitarbeiter bezieht man aus der sozialen Manufaktur der Diakonie am Thonberg in Leipzig. Dank der Arbeit der dortigen Behindertenwerkstatt habe man standortübergreifend alle Fahrer mit nachhaltigen, ethisch korrekten Schutzmasken ausstatten können.

"Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Mit diesen Maßnahmen leistet CleverShuttle seinen Beitrag, Mitarbeiter und Fahrgäste zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie weiter einzudämmen", erklärt der Anbieter weiter.

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