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CleverShuttle: Berlin genehmigt 150 Elektro-Vans im Ridepooling

Die DB-Tochter darf ihr Ridepooling demnächst mit 150 statt mit 30 E-Fahrzeugen erproben. Dadurch sollen die Potenziale des Dienstes besser darstellbar sein.

In die Breite: Berlin stockt die Genehmigungen für Clever Shuttle auf, 150 Fahrzeuge vom Typ Nissan e-NV200 Evalia sollen demnächst in Dienst gehen. | Foto: Clever Shuttle
In die Breite: Berlin stockt die Genehmigungen für Clever Shuttle auf, 150 Fahrzeuge vom Typ Nissan e-NV200 Evalia sollen demnächst in Dienst gehen. | Foto: Clever Shuttle
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Johannes Reichel

Der Berliner Senat hat dem Mobilitätsdienstleister CleverShuttle die Betriebsgenehmigung für 150 elektrische Fahrzeuge erteilt, mit denen das Unternehmen seinen App-basierten Dienst nun auf einem rund 300 Quadratkilometer großen Gebiet erproben möchte. Es soll rund 60 Prozent der Berliner Bevölkerung erfassen. Das teilte die Mobilitätstochter der Deutschen Bahn am 4. März 2019 mit.

"Wir sind angetreten, um eine umweltfreundliche und bequeme Alternative zum eigenen Pkw zu bieten. Doch die bisherige Limitierung unserer Flotte auf 30 Fahrzeuge führte zu einer nur geringen Angebotsqualität", meinte Clever-Shuttle-CEO Bruno Ginnuth.

Mit der Erweiterung der Flotte könne man nun die Potenziale des Dienstes besser zeigen. Dieser bündelt auf Basis eines Algorithmus die Fahrtanfragen mehrerer Nutzer, ermittelt die schnellste Route und befördert dann zu einem Festpreis. Ziel ist es, durch die Bündelung der Fahrten den Straßenraum effizienter zu nutzen. "Zugleich ist es dem Senat möglich, umfassendere Erkenntnisse über unsere Dienstleistung zu erlangen", so der Gründer weiter.

Transparenz gegenüber Behörden als Schlüsselfaktor

Das 2014 gegründete Mobilitäts-Start-up lege grundsätzlich großen Wert auf Transparenz gegenüber den Behörden, die man jetzt überzeugen konnte mit einem seriösen Angebot im Rahmen verantwortungsvoller Beschäftigungsverhältnisse sowie einer umweltfreundlichen Flotte aus E-Fahrzeugen, wie der CEO gegenüber VM weiter ausführt. Er zeigte sich zudem davon überzeugt, dass ein Dienst wie Clever Shuttle zu einer Reduktion des Verkehrs und Entlastung sorgen kann. "Wir wollen die Bequemlichkeit eines Privatfahrzeugs mit der Effizienz eines gemeinsam nutzbaren Shuttles verbinden", skizziert Ginnuth. Wenn mehr Nutzer die Vorteile erkennen würden, gebe es letztlich immer weniger Gründe für einen eigenen Pkw, der 23 Stunden am Tag ungenutzt herumstehe, so der Mobilitätsspezialist. Er glaubt: "Privatfahrzeuge machen in der Stadt keinen Sinn". 

Moia holt sich Absage, Berlkönig und Clever Shuttle genügen

In Kürze soll den Berlinern eine Flotte von 150 elektrischen Kleinbussen vom Typ Nissan e-NV 200 Evalia neuester Version, mit 40 kWh-Batterie, zur Verfügung stehen. Sie fassen bis zu sechs Fahrgäste. Nach dem derzeit gültigen WLTP-Messverfahren soll der Elektro-Microbus bis zu 290 Kilometer Reichweite haben. Erst vor kurzem hatte der Senat den Plänen der Volkswagen-Tochter Moia für ein flächendeckendes Ride-Pooling-Angebot mit 1.000 Fahrzeugen eine Absage erteilt. Damals hieß es zur Begründung, man wolle mit den beiden Anbietern Clever Shuttle und Berlkönig/BVG/Daimler Erkenntnisse sammeln, wie sich die Dienste auf das Verkehrsgeschehen auswirken. Auch das BVG-Angebot hatte eine Aufstockung auf 300 Fahrzeuge angekündigt. Hier kommen allerdings derzeit noch überwiegend verbrennungsmotorisch angetriebene Kleinbusse vom Typ Mercedes Vito zum Einsatz. Der schwäbische Hersteller startet mit der elektrisch angetriebenen Variante eVito erst in den Markt, auch ein eSprinter soll folgen. (df/jr)

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