China präsentiert autonomen Brennstoffzellentraktor

In China präsentierte das "National Institute of Agromachinery Innovation and Creation" (CHIAIC) den autonom fahrenden Traktor mit Brennstoffzelle.

Der "Super Tractor No. 1" ist die Basis für das autonome Brennstoffzellenmodell. | Foto: CHIAIC
Der "Super Tractor No. 1" ist die Basis für das autonome Brennstoffzellenmodell. | Foto: CHIAIC
Gregor Soller

Das staatliche chinesische "National Institute of Agromachinery Innovation and Creation" hat einen selbstfahrenden Brennstoffzellentraktor präsentiert, der offiziell auf die Modellbezeichnung ET504-H hört. Auch er verzichtet wie der autonome Traktor von Deere auf die Kabine und soll mit 5G-Mobilfunktechnologie ausgestattet sein, die das autonome Ackern ermöglicht, optional auch per Fernsteuerung. Der ET504-H wurde gemeinsam von CHIAIC und der Forschungs- und Entwicklungs-Basis Luoyang des Tianjin Research Institute for Advanced Equipment der Tsinghua-Universität in Tianjin entwickelt und basiert auf dem Super Tractor 1. Neben dem Traktor entwickelt CHIAIC auch ein komplettes digitales System für autonome Landwirtschaft.

Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass die Brennstoffzelle des ET504-H den nötigen Strom für einen synchronen Antriebs-Mittelmotor erzeugt. Dazu kommen unabhängig gesteuerte elektrische Hub- und Lenkmotoren. Auch dieses Brennstoffzellenfahrzeug braucht einen Lithium-Ionen-Akku als Pufferspeicher. Bei geringer Last soll die Brennstoffzelle die E-Maschinen direkt versorgen, bei mehr Leistungsbedarf soll die Pufferbatterie zusätzliche Energie bereitstellen.

Das digitale Gesamtsystem mit 5G-Technologie soll es ermöglichen, in Echtzeit den Fahrstatus und die Umgebung zu erkennen und den autonomen Traktor so zu überwachen und zu bei Bedarf auch (fern) zu steuern. Für seinen Job nutzt der Traktor GPS-Daten und einen Radar. Der Hauptvorteil gegenüber einem Akkutraktor ist das Verhältnis von Tank- und Arbeitszeit: Binnen weniger Minuten soll genug Wasserstoff für eine Vier-Stunden-Schicht getankt werden können, so dass der Robo-Traktor (fast) im 24/7-Einsatz laufen könnte.

Was bedeutet das?

Auch China forscht an einer künftigen Generation grüner und autonomer Landmaschinen, die auf Äckern gut eingesetzt werden könnten – wo die Traktoren schon heute GPS-Signale nutzen, um zentimetergenau zu fahren – allerdings mit Diesel und Fahrer.

 

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