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Chargeunity bringt öffentliche und private Interessen an die Ladesäule

Die öffentlich-private Ladesäule: Ein Start-up aus Köln bringt private Interessenten mit der öffentlichen Hand zusammen und will so die Abdeckung mit Lademöglichkeiten deutlich verbessern. Die Kommune stellt die Flächen, der Nutzer investiert - und amortisiert die Kosten über die Ladeeinnahmen.

Da kommt einiges zusammen: Private Lade-Interessenten und öffentliche Betreiber will ein Start-up aus Köln verlinken, zum beiderseitigen Nutzen. | Foto: Chargeunity
Da kommt einiges zusammen: Private Lade-Interessenten und öffentliche Betreiber will ein Start-up aus Köln verlinken, zum beiderseitigen Nutzen. | Foto: Chargeunity
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Johannes Reichel

Das Kölner Start-up Chargeunity hat den Mangel an öffentlichen Ladesäulen zur Basis ihrer Geschäftsidee genommen und will jetzt private Interessenten mit öffentlichen Trägern zusammenbringen. Indem Privatpersonen ihre eigens finanzierte Ladestation mit der Öffentlichkeit teilen, soll sich ihre Investition nicht nur amortisieren, sondern langfristig sogar Einnahmen bringen. So profitierten E-Autofahrer und Kommunen gleichermaßen, werben die Macher.

"An öffentlichen Ladesäulen fehlt es an jeder Ecke und die Installation privater Wallboxen ist oft nur eingeschränkt möglich. Das kommt der Bereitschaft für einen Umstieg auf E-Mobilität alles andere als entgegen", so die Analyse der Jungunternehmer.

Die Kölner Gründer Carl Müller und Niklas Seitenspinner wollen mit ihrer Lösung Kommunen und Privatpersonen in gegenseitigem Interesse vereinen: Während die Gemeinden öffentliche Parkplätze für den Umbau freigeben, tragen die E-Auto-Fahrer die Kosten für das Aufstellen der Säule. Was zunächst kompliziert klinge, entpuppt aus ihrer Sicht als rentable Geschäftsidee. Abhängig von der Auslastung erwarten die Besitzer jährlich bis zu 5.000 Euro an Ladeeinnahmen. Zugleich kümmert sich das Startup um alles Weitere, vom Aufstellen über das Abrechnen der Ladevorgänge bis zur Instandhaltung der Ladesäule.

"Für einen Wandel in der Verkehrsbranche braucht es mehr als nur genügend Steckdosen!” Niklas Seitenspinner, Co-Founder.

Im März diesen Jahres gegründet, plant das Unternehmen mehrere Pilotprojekte im Umfeld Kölns. Neun Gemeinden wollen mit dem Startup ihre Ladeinfrastruktur ausbauen. Auch der Gemeinschaftsaspekt spielt dabei eine große Rolle. Müller und Seitenspinner sind überzeugt, dass es neben den technischen und strukturellen Voraussetzungen einen anderen Denkansatz braucht, damit sich Elektromobilität wirklich durchsetzt. Ihre Vision: Für die optimale Nutzung der Ladestationen in den einzelnen Vierteln tun sich die E-Autofahrer zusammen, teilen Beschaffungskosten und etablieren eine Gemeinschaftslösung.

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