Charge4Europe: 100.000. Ladepunkt geht in Betrieb

Das Joint Venture von DKV Mobility und innogy eMobility Solutions will zum größten Ladenetz-Betreiber in Europa aufsteigen.

Netz erweitert: Arjan van der Eijkn (li.) und Sven Mehringer zeigen sich zufrieden mit dem 100.000-sten Ladepunkt. | Foto: Charge4Europe
Netz erweitert: Arjan van der Eijkn (li.) und Sven Mehringer zeigen sich zufrieden mit dem 100.000-sten Ladepunkt. | Foto: Charge4Europe
Johannes Reichel

Der Ladenetzbetreiber Charge4Europe feiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Anbieter eines der größten Ladenetze für Elektro- und Hybridfahrzeuge in Europa: Ende September hat das Joint Venture von DKV Mobility und der RWE-Tochter innogy eMobility Solutions, das erst 2019 seine operative Tätigkeit aufgenommen hat, in Essen den 100.000sten Ladepunkt für E-Fahrzeuge in Betrieb genommen. „Bei Charge4Europe arbeiten wir mit Höchstgeschwindigkeit daran, eine europaweit flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen“, erklärt Sven Mehringer, Managing Director Energy & Vehicle Service beim DKV. „Auf diese Weise wollen wir die Energiewende mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam erfolgreich gestalten”, so Mehringer weiter.

Ziel sei es, ein europaweites Roamingnetz öffentlicher Ladepunkte für E-Flotten aufzubauen. Das Unternehmen selbst hat keinen direkten Kontakt zu Endkunden, sondern ermöglicht seinen B2B-Kunden mit dem Charge4Europe-Netz den Zugang zu einem markenunabhängigen Ladenetz. DKV und Innogy können dieses an Dritte als Service oder White-Label-Produkt zur Verfügung stellen. Dazu bündelt Charge4Europe die Ladepunkte verschiedener Ladesäulenbetreiber zu einem umfassenden europäischen Ladenetzwerk. Dies erfolgt durch die Verbindung von Ladesäulenbetreibern mit dem Elektromobilitätsdienstleister DKV Euro Service, die einfache Lade- und Abrechnungsprozesse ermöglicht.

Zurzeit bietet das Joint Venture in Deutschland Zugang zu rund 30.000 Ladepunkten. Darüber hinaus kann heute schon in Österreich, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg und Italien einfach geladen werden. Die Erweiterung um zusätzliche Länder und Ladepunkte soll kontinuierlich erfolgen. „Elektromobilität ist international auf der Überholspur“, erklärt Arjan van der Eijk, CEO/COO der innogy eMobility Solutions GmbH. „Grenzüberschreitendes Laden ist ein zentraler Faktor für den Erfolg der Elektromobilität. Mit Charge4Europe richten wir uns vor allem an große Fahrzeugflotten.“ Bis Ende des Jahres schon will  Charge4Europe das Ladenetz auf mehr als 120.000 Ladepunkte ausbauen.

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