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CES Las Vegas: Byton präsentiert Elektro-SUV zum Kampfpreis

Eine weitere neue chinesische Elektroauto-Marke enthüllt ihr Konzeptfahrzeug auf der CES in Las Vegas. Der Hersteller verspricht Premium-Elektromobilität zum günstigen Preis.

Hoher Anspruch: Der Byton SUV soll das erste Premium-Elektroauto mit einem günstigen Preis sein, das als Alleinfahrzeug im Haushalt taugt. | Foto: Byton
Hoher Anspruch: Der Byton SUV soll das erste Premium-Elektroauto mit einem günstigen Preis sein, das als Alleinfahrzeug im Haushalt taugt. | Foto: Byton
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Redaktion (allg.)

Auch der neue chinesische Anbieter Byton setzt zum Start auf die Formel „elektrisches Edel-SUV“, das in der Folge um die Möglichkeit des autonomen Fahrens erweitert wird und zudem günstig im Preis sein soll. Hinter dem Unternehmen stehen in diesem Fall unter anderem Foxconn und Tencent. Das Projekt leitet der ehemalige BMW-i-Manager Carsten Breitfeld. Die Reichweite gibt man mit rund 400 Kilometern in der 71kWh-Variante und 520 km in der 95kWh-Version an. Als Preis des rund fünf Meter langen und 1,6 Meter hohen SUV werden rund 37.500 Euro genannt, was ein Kampfpreis wäre und auf dem Niveau eines Basis-BMW-i3 läge. Auch beim Antrieb lässt man die Wahl zwischen der hinterradgetriebenen 200-kW-Variante mit einem Motor und der allradgetriebenen 350-kW-Topversion mit zwei Elektromotoren. Per Schnellladefunktion soll das SUV binnen einer halben Stunde zu 80 Prozent "betankt" sein. Auf der selben Plattform sollen nach dem SUV-Launch 2019 auch eine Limousine und ein Siebensitzer vorgestellt werden. Das Elektroauto im chinesischen Stadt Nanjing produziert werden und ab 2019 in China erhältlich sein. Auch Byton plant darauf einen Export in die USA und nach Europa.

Im Interieur auffällig ist vor allem der riesige, gestengesteuerte Screen im Interior: Das „Kombiinstrument“ misst 1,25 x 0,2 Meter und erstreckt sich damit über die ganze Fahrzeugbreite. Innovativ wäre auch die Gesichtserkennung des Nutzers, um das Auto zu entriegeln. Für den automatisch erkannten Fahrer wird dann alles nach hinterlegtem Profil eingestellt, inklusive Beleuchtungsstimmung und Soundkonzept.

Die drei auf der CES vorgestellten Fahrzeuge geben außerdem einen Ausblick darauf, wie sich der Innenraum des Serienmodells individualisieren lässt. Die Ausstattung beinhaltet unter anderem einen Holzfußboden, Ledersitze und individualisierbare Innenfarben. Für eine kommunikative Atmosphäre zwischen den Passagieren lassen sich die vorderen Sitze um bis zu zwölf Grad drehen, dadurch eröffnet sich außerdem ein nahezu freier Blick auf das sogenannte Shared Experience Display für die hinteren Passagiere. Konsequent: Alle Konfigurationen lassen sich per App und Online-Visualizer virtuell durchexerzieren.

Mit an Bord ist die sogenannte Byton Life Cloud, die mit 5-G-Datenstandard mit vier Grundfunktionen aufwartet: Gesundheit, Kommunikation, Entertainment und Aktivitäten. Damit lassen sich etwa auch Video- und Telefonkonferenzen an Bord durchführen oder der Gesundheitszustand des Fahrers über Parameter wie Puls, Blutdruck oder Gewicht überprüfen. Smartphone-Inhalte sollen auf das Display gespiegelt werden, sobald der Fahrer ins Auto steigt.

“Das Concept-SUV verbindet die digitale mit der automobilen Industrie in einer Art und Weise, die völlig neue Mobilitätserfahrungen ermöglicht”, verrät Carsten Breitfeld, CEO und Mitgründer der neuen Marke. Das 4,85-Meter-Midsize-SUV soll als Elektroauto maßgeschneidert auf alle Nutzeransprüche sein. "Wir haben das erste Premium-Elektrofahrzeug mit einem günstigen Preis entwickelt, das die Ansprüche an das erste oder einzige Auto im Haushalt erfüllt”, verspricht Daniel Kirchert, President und Mitgründer.

Was bedeutet das?

Man merkt dem Byton-Konzept an: Die Macher verstehen ihr Handwerk und vereinen exakt die Attribute, bei denen die etablierten Hersteller bisher noch schwächeln. Attraktive Elektromobilität in der populären SUV-Klasse zum Kampfpreis von unter 40.000 Euro. Man darf gespannt sein, wie der Hersteller all die tollen Features in die Serie umsetzt, die schon 2019 starten soll. Und wie es dann mit den klassischen Autobauertugenden Verarbeitung und technische Zuverlässigkeit aussieht. Da hat sich schon so mancher prominenter Anbieter verhoben: Als (chinesischer) Tiger gesprungen und als (Siam)Kätzchen gelandet, das soll Byton dank deutschem Industrialisierungs-Know-How kombiniert mit fernöstlicher Unterhaltungselektronik nicht passieren. (gs/jr)

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