CES 2022: Ibeo zeigt Solid State Lidar kurz vor Serie

Dem Vernehmen nach kurz vor der Serie zeigen die Hamburger Spezialisten auf der CES Solid-State-Sensorlösungen, mit denen man ganz vorn mitmischen will beim autonomen Fahren.

Alles im Blick und dabei kompakt: Die Hamburger wähnen sich in Front in Sachen autonomes Fahren dank ihres neuen und fast serienreifen Lidar-Sensors. | Foto: Ibeo
Alles im Blick und dabei kompakt: Die Hamburger wähnen sich in Front in Sachen autonomes Fahren dank ihres neuen und fast serienreifen Lidar-Sensors. | Foto: Ibeo
Johannes Reichel

Der Hamburger Lidar-Sensoren- Spezialist Ibeo Automotive Systems hat für die CES in Las Vegas eine Reihe von Technologielösungen rund um die autonome Mobilität angekündigt. Im Mittelpunkt sollen dabei sowohl Hard- als auch Software für den neuen Solid-State Lidar Sensor ibeoNEXT stehen. Dieser Sensor soll besonders kompakt ist, ohne bewegliche Teile auskommen und bereits Ende 2022 serienreif sein. Man wähnt sich damit zugleich in Front beim Thema autonomes Fahren.

Als Komplettsystemanbieter entwickle man Lidar-Sensor-Hardware sowie Wahrnehmungs- und Validierungssoftwarekomponenten aus einer Hand und könne somit innerhalb des Unternehmensnetzwerkes die volle Kontrolle über Produktentwicklung und Fertigung ausüben, wirbt der Anbieter für seinen Ansatz. Man habe bereits Produktionslinie in Frankreich für den internationalen Markt aufgebaut und erfülle mit dem Sensor sowie den Produktionsanlagen und -prozessen alle Anforderungen der Automotive-Industrie, so der Hersteller weiter. In Kombination mit der Fertigung des Gesellschafters ZF habe man die volle Kontrolle über alle die Prozesse.

"Mit dieser Produktionsreife sind wir zum jetzigen Zeitpunkt wohl in einer einzigartigen Position, für die in den letzten Monaten erfolgreich die Weichen gestellt wurden“, glaubt Ibeo- Gründer und -CEO Dr. Ulrich Lages stolz.

Er verweist weiter auf Effizienzvorteile bei Produktionskosten, Präzision und Geschwindigkeit. Man gehe auf der CES bewusst einen anderen Weg und präsentiere nicht nur Prototypen, wirbt Lages weiter. Er sieht auch im Designansatz eine Vereinfachung der Herstellung im Vergleich zu anderen sogenannten MEMS- oder mechanischen Sensoren. Zudem sollen sich die Zuverlässigkeit und die Kompaktheit verbessern.

Man sieht sich weltweit führend bei Lidar-Systemen

Seit der Unternehmensgründung Ende der 1990er-Jahre hat sich der Anbieter von einem Hamburger Technologie-Start-up zu einem nach eigener Darstellung weltweiten Innovationsführer in allen Bereichen der Lidar-Technologie entwickelt. An den Standorten in Hamburg, Eindhoven (Niederlande) und Detroit (USA) arbeiten derzeit mehr als 400 Mitarbeiter an der Entwicklung von Lidar-Systemen. Die Gesellschafter und Partnerunternehmen ZF und AAC Technologies bildeten ein solides Netzwerk zur Unterstützung der Großserienproduktion. Auf der CES wollen die Hamburger die Leistungsfähigkeit des Sensors anhand von Live-Punktwolkendaten demonstrieren, um zu zeigen, wie das System die Umgebungssituation rund um das Fahrzeug erkennt.

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