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CES 2020: Die Trucks rollen an!

Bereits 2019 nutzen vor allem Daimler Trucks und Paccar die CES als Bühne auch für ihre Nutzfahrzeuge. 2020 setzt sich dieser Trend fort.

Am Stand des Logistikers Ryder war Nikola präsent. | Foto: G. Soller
Am Stand des Logistikers Ryder war Nikola präsent. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Autonomes Fahren und Elektrifizierung der Antriebsstränge ist auch beim Nutzfahrzeug großes Thema. Kein Wunder, dass die CES jetzt auch verstärkt von der schweren Fraktion genutzt wird, um in die Zukunft zu denken. Einmal mehr stellte Paccar seine elektrifizierte Flotte aus, wobei vor allem der elektrische 270er-Verteiler mit Daf-LF-Kabine und der rein elektrische Peterbilt-520-Müllentsorger mittlerweile sehr konkrete Produkte im Paccar-Konzern wurden. Der elektrische Verteiler Kenworth K270E ist mit einem E-Antriebsstrang von Dana ausgestattet und soll mit zwei Reichweiten-Optionen (100 und 200 Meilen/161 bzw. 323 Kilometer) angeboten werden. Interessant: Bei der Vorstellung des praktisch baugleichen Peterbilt 220EV 2019 wurde noch Meritor als Lieferant der E-Achse genannt. Der ins Chassis integrierte Antrieb ist als Direktantrieb ausgelegt und nutzt eine Standard-Achse und -Antriebswelle von Dana. Dana liefert auch das Energiemanagement samt Akkupacks, den Bordlader und die Software. Kevin Baney, General Manager bei Kenworth erklärt dazu:

„Dana ist ein Branchenführer bei elektrifizierten Modulen und Systemen, die durch die Erfahrung in der internen Fahrzeugintegration unterstützt werden.“

Laut Baney will Kenworth in diesem Jahr bis zu 100 der E-Lkw produzieren. Daneben stand eine Kenworth-T680-Fernverkehrszugmaschine die nach Level 4 autonom fahren können soll - jedoch noch mit Diesel.

Dazu passten die Exponate von "plus ai" ein paar Meter weiter: Dort standen die autonom fahrenden Lkw von „plus.ai“, bei denen es sich um modifizierte Serienprodukte von Peterbilt respektive Navistar handelt – bei Letzterem sorgte ein üppiges „Kamera- und Lidargeweih“ für den nötigen Durchblick – fällt aber optisch weit weniger auf als das vor ein paar Jahren noch der Fall gewesen wäre.

Auch Nikola war vor Ort – allerdings in Kooperation mit dem Logistikdienstleister Ryder, der auf die Art für moderne und digitale Logistiklösungen warb. In den Hallen war neben John Deere mit einer theoretisch autonom fahrenden Feldspritze auch FPT am Start: Zusammen mit Giorgio Moroder „komponierte“ man den Cursor X, der als multimodaler Antrieb in diverse Produkte verbaut werden kann. Darunter auch eine elektrische oder Bennstoffzellenvariante, für die Moroder die Soundsignatur komponiert hat.

Toyota zeigte unterdessen die Serienversion seines E-Mobils "Palette" - einem Zwischending zwischen Van, Pod und Immobilie! Sie soll noch 2020 dezent in (Vorserien-)Produktion gehen. Als Hingucker auf einem Stand eines Audiospezialisten diente ein 1947er Dodge Power-Wagon, der aber auch viel Zuspruch fand und bei dem einige nachhakten, ob er denn alternativ angetrieben sei.

Was bedeutet das?

Auch die Nutzfahrzeugbranche entdeckt die CES langsam aber sicher für sich – und war 2020 präsenter als je zuvor!

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