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CES 2019: Deutsche Überraschungen

Für Audi, BMW und Daimler ist die CES mittlerweile ein „Pflichttermin“ geworden – wobei ausgerechnet Daimler Vans inhaltlich am stärksten auftrat.

Einfach wild: Das Urbanetic Concept von Daimler Vans hatte in Las Vegas einen deutlich stärkeren Auftritt als in Hannover. | Foto: Daimler
Einfach wild: Das Urbanetic Concept von Daimler Vans hatte in Las Vegas einen deutlich stärkeren Auftritt als in Hannover. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Diesmal wollte es Daimler wissen: Auf der CES trat man erstmals vollumfänglich mit Pkw, Van und Truck an, wobei die Nutzfahrzeuge der Tochter Freightliner vor den Toren der Stadt ihre teilautonomen und vollelektrischen Runden drehten. Bei den Pkw feierte der EQC seine US-Premiere, der weniger innovative CLA hatte gar Weltpremiere. Nebenher feierten die Schwaben noch einen neuen Absatzrekord und dass sie auch 2018 wieder Premiummarke Nummer eins waren. Aber ausgerechnet die Van-Sparte passte inhaltlich am besten auf die CES: Die Konzeptstudie Vision Urbanetic feierte zwar schon auf der Nutzfahrzeug-IAA Premiere, kam mit ihrer exaltierten Gestaltung und dem radikalen Konzept (die Kabine lässt sich vom Chassis trennen und durch ein Cargoabteil ersetzen) aber erst in Las Vegas so richtig zur Geltung. Und erhielt als elektrischer autonom fahrender Pod auch gleich einige neue Gadgets, darunter einen elektronischen Roulettekreisel unter dem Anzeigenrondell am Dach, der sich per Smartphone aktivieren ließe. Einmal mehr präsentierte Daimler darüber hinaus die kommunikativen Fähigkeiten seiner wild gestalteten Van-Kugel, die als autonomes Fahrzeug auch aktiv mit der Umgebung in Kontakt treten kann. Ganz klar war darüber hinaus das Bekenntnis, dass die Zukunft elektrisch sein werde.

Das würde man mittlerweile vielleicht auch bei BMW und Audi bestätigen.  Doch die Bayern gaben sich hier wesentlich bescheidener und unspektakulärer im Auftritt: Audi kochte nochmal die Studie Aicon der Pkw-IAA 2017 und den e-tron auf und zeigte neue Infotainment-Details. Der „Audi Experience Ride“ soll das Auto in zum "mobilen Erlebnispark" machen: Zukünftig können Passagiere auf dem Rücksitz mithilfe einer Virtual-Reality-Brille Filme, Videospiele und interaktive Inhalte noch realistischer erleben. Dabei sollen virtuelle Inhalte in Echtzeit an die Fahrbewegung des Autos angepasst werden. Bei „Audi Immersive In-Car Entertainment“ greift man Impulse aus Filmszenen auf und übersetzt sie in reale Fahrzeugbewegungen. BMW bot derweil wieder die üblichen Probefahrten an – jetzt auch mit dem X7 – und zeigte einmal mehr die elektrische SUV-Studie i next.

Was bedeutet das?

Die Zukunft wird elektrisch – diesen Eindruck hat man jedenfalls nach Aussagen der deutschen Hersteller in Las Vegas – deren stärkstes Exponat ausgerechnet von Daimler Vans kam. Was zeigt, dass auch hier umgedacht werden kann und selbst „Nutzfahrzeuge“ in Las Vegas präsentiert werden können. Interessanterweise trägt man damit auch dem Interesse vieler B2B-Kunden und Flotten Rechnung.   

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