Cadillac will Kürzel künftig durch klingende Baureihennamen ersetzen

Ähnlich wie Lincoln will die Cadillac mit den künftigen Elektromodellen wieder zu klassischen Modellnamen zurückkehren.

Cadillacs Elektromodelle könnten künftig wieder klassische Namen wie "Eldorado" tragen. | Foto: Cadillac
Cadillacs Elektromodelle könnten künftig wieder klassische Namen wie "Eldorado" tragen. | Foto: Cadillac
Gregor Soller

Rolle rückwärts bei Cadillac-zumindest akustisch:  Statt der Kürzel aus Buchstaben und Zahl wie bei CT4, oder XT5 will man mit der Einführung von Elektromodellen wieder zu klingenden Namen zurückkehren. Dabei steht noch nicht fest, ob klassische Namen wie DeVille, SeVille oder Eldorado wiederbelebt werden, oder ob man neue Namen einführt. Die Ansage von Cadillac-Präsident Steve Carlisle ist klar:

„Mit dem Rollout der Elektroautos ist die Zeit gekommen, zu Namen zurückzukehren.“

Bis 2023 plant Cadillac mehrere Elektromodelle, bis 2030 ist die Mehrheit der Autos elektrisch unterwegs sein. Damit proklamiert Carlisle auch einen Dogmenwechsel:

 „Wir treten als Marke für Verbrennungsmotoren in das Jahrzehnt ein“, sagte Carlisle. „Wir werden das Jahrzehnt als batterieelektrische Marke verlassen. Es ist das Ende des Verbrenner-Zeitalters für Cadillac.“

Erst Carlisles Vorgänger Johan de Nysschen hatte in seiner Amtszeit die Modellbezeichnungen komplett von Namen auf Kürzel umgestellt, womit er sich an den anderen weltweit agierenden Premiummarken orientiert hat. Einzige Ausnahme blieb bis heute das SUV Escalade, das auch noch auf einem Leiterrahmen thront.

Was bedeutet das?

Cadillac hatte klangvolle und weltweit bekannte Namen, die jetzt vielleicht ausgerechnet mit den Elektromodellen wiederkehren könnten. Sofern man sie dann außerhalb der USA noch kennt. Man darf gespannt sein, ob die Marke damit die Internationalisierung endlich schafft.

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