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Cadillac Lyriq: Amerikas auffällige Alternative im gehobenen Business-Segment

GM zieht sich ganz vorsichtig zurück vom weltweiten Rückzug: Der Lyriq kommt als elektrisches Edel-CUV jetzt auch nach Europa.  

Der Lyriq kommt jetzt auch nach Europa - ab 80.500 Euro brutto. Mit bis zu 530 km Reichweite nach WLTP. | Foto: Cadillac
Der Lyriq kommt jetzt auch nach Europa - ab 80.500 Euro brutto. Mit bis zu 530 km Reichweite nach WLTP. | Foto: Cadillac
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Gregor Soller

Cadillac meldet sich zurück – mit dem Lyriq – und der fällt schon mal auf, was angesichts der sehr ähnlichen, immer funktionierenden und nie verstörenden Premium-Asia-Ästhetik mal ganz gut tut.  Und ganz lässt man die Tradition dann doch nicht beiseite: An der Front hebt sich der schwarze Kühlergrill durch seine vertikalen Leuchten hervor, dazu sorgt ein Panoramaglasdach für Licht innen und die Aerodynamik wurde trotzdem optimiert.

Der Innenraum setzt mit einem gebogenen, 33 Zoll großen LED-Display auf ein schlankes, organisches Design. Hier kommt das exklusive AKG Studio Audiosystem mit 19 Speakern, einschließlich Lautsprechern in den Kopfstützen, was für ein tolles Surround-Klangerlebnis sorgen dürfte.

(Noch) Hauptproblem des Lyriq: Das sehr exklusive Standortnetz

Kunden haben zwei Möglichkeiten, den Lyriq zu erleben: Sie können eine Probefahrt vereinbaren, das Fahrzeug online konfigurieren und den Kauf über eine virtuelle Plattform abschließen. Alternativ können Interessenten die Test Drive Standorte von GM besuchen, um zu fahren. Aktuell ist das Modell in den MotorWorld-Ausstellungen in Berlin und München verfügbar, und ab Juni auch in Köln. Im zweiten Halbjahr eröffnet GM zudem die Erlebniswelten „Cadillac City“ in Frankfurt und Hamburg.

Das Herzstück des Lyriq bildet die Ultium-Akkuplattform von General Motors, eine flexible und modulare EV-Antriebsarchitektur. Mit einer Leistung von 528 PS und bis zu 530 Kilometern Reichweite nach WLTP (real eher 350 bis 400) aus einem 102-kWh-Akku fährt der Lyriq neben i5 und Co. Und wurde deshalb auch für Europa angepasst: er erhielt eine spezielle und straffere Fahrwerksabstimmung, Hochleistungs-Sommerreifen und Brembo-Bremsen für knackigere Fahreigenschaften. Dank vier Fahrmodi (Tour, Snow/Ice, Sport und My Mode) lässt sich der Lyriq an unterschiedliche Wetterbedingungen und Fahrpräferenzen anpassen.

Wichtig: Schnellladen kann er auch: Mit bis zu 190 kW soll er binnen 15 Minuten bis zu 200 km Reichweite „ziehen“ können. Kurz noch zu den maßen: Er baut 5005 mm lang, bietet dafür ellenlange 3094 mm Radstand, ist mit Spiegeln 2207 mm breit und 1623 mm hoch. Mit 2774 kg Leergewicht kommt er eher sehr schwer, immerhin bietet er 793 bis 1.792 l Kofferraum und darf bis zu 1.587 kg an den Haken nehmen.

Weiterführende Inhalte

In Deutschland wird der Cadillac Lyriq serienmäßig mit Allradantrieb angeboten, erhältlich in den Top-Ausstattungen „Luxury“ und „Sport“. Der Einstiegspreis liegt bei 80.500 Euro brutto.

Was bedeutet das?

Cadillac will nun doch wieder mehr Präsenz zeigen in Europa und stellt mit dem Lyriq eine interessante Alternative zu BMW i5, EQE und Co. hin. Die ungewöhnliche Optik und das dünne Standortnetz dürften die ganz großen Stückzahlen aber verhindern. Trotzdem gehört er zumindest von den Daten her zu den gelungenen Alternativen der oberen Mittelklasse, weshalb Cadillac gut beraten wäre, auch im gehobenen Fleet- und Dienstwagenpool zu fischen.

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