Byton: Rettung durch Foxconn?

Der Apple-Auftragsfertiger Foxconn soll laut Bloomberg dem E-Auto Byton auf die Straße helfen: Die Serienproduktion des M-Byte soll im ersten Quartal 2022 starten.

Foxconn soll dem M-Byte bis Anfang 2022 endgültig in die Serie verhelfen. | Foto: Byton
Foxconn soll dem M-Byte bis Anfang 2022 endgültig in die Serie verhelfen. | Foto: Byton
Gregor Soller

Die Zukunft Bytons könnte jetzt in trockenen Tüchern sein: Denn wie das Newsportal „Bloomberg“ von Insidern erfahren haben will, drängt Foxconn jetzt auch ins Geschäft mit der Mobilität. Bekannt ist er Konzern vor allem als Auftragsfertiger in der Unterhaltungselektronik. Laut Insidern könnte die Serienfertigung des M-Byte im ersten Quartal 2022 beginnen. Byton begann bereits im Oktober 2019 mit der Vorserienproduktion des M-Byte und wollte ursprünglich 2020 mit der Serienfertigung starten. Doch wegen der Covid-19-Pandemie wurden bereits zugesagte Gelder storniert respektive verschoben, weshalb Byton alle Aktivitäten auf ein Minimalniveau herunterfuhr. Ärgerlich: Der Bau der Produktionsstätte in Nanjing wurde bereits abgeschlossen und im Juni 2020 erhielt Byton eine neue Produktionslizenz. Hinter Byton stehen bisher in erster Linie chinesische Anteilseigner, darunter FAW, die Nanjing Development Zone und der Batteriezellenhersteller CATL.

Laut der Plattform electrive.net hat Byton den Deal inzwischen bestätigt: Man macht zwar keine konkreten Angaben zur Höhe der Investition (die Rede war von rund 200 Millionen Dollar), aber Foxconn und die Nanjing Development Zone hätten vereinbart, dass Foxconn seine Fertigungs- und Management-Erfahrung sowie Industrie-Ressourcen zur Verfügung stellen soll, um die Produktion des M-Byte zu unterstützen. Auch der angepeilte Termin im ersten Quartal 2022 wurde laut electrive.net bestätigt.

Was bedeutet das?

Für Foxconn ist der Deal ein sinnvoller und konkreter Schritt, denn das Unternehmen plant, sein Geschäft breiter aufzustellen und unabhängiger von Apple zu werden. Denn die Auftragsfertigung für den US-Konzern, dem selbst wieder Pläne nachgesagt werden, ab 2024 Fahrzeuge zu bauen, macht aktuell mehr als die Hälfte des Foxconn-Umsatzes aus. Dazu hat Foxconn auch eine eigene E-Auto-Plattform entwickelt und darüber hinaus einen Deal mit FCA angekündigt. Konzernchef Liu Young-way gab mit der Präsentation des eigenen E-Skateboardes die Losung aus, das bis 2027 in jedem zehnten E-Auto weltweit Komponenten oder Dienstleistungen von Foxconn enthalten sein sollen.

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