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BYD will zweites Werk in Europa bauen

Mit einem zweiten Werk treibt der chinesische Autobauer seine Regionalisierung in Europa voran - und könnte damit die Krux drohender Strafzölle aushebeln und die Abhängigkeit europäischer Länder wie Ungarn von Investitionen aus dem Reich der Mitte vergrößern. 

Ein Schiff wird kommen - aber vielleicht nicht mehr lange: Die eigene Containerschiff-Flotte könnte mit den BYD-Werken in Europa teils obsolet werden. | Foto: dpa/Lars Penurn
Ein Schiff wird kommen - aber vielleicht nicht mehr lange: Die eigene Containerschiff-Flotte könnte mit den BYD-Werken in Europa teils obsolet werden. | Foto: dpa/Lars Penurn
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Johannes Reichel

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant der chinesische Auto- und Batteriekonzern BYD nach Ungarn ein zweites Montagewerk für Fahrzeuge in Europa. Das kündigte Europa-Chef Michael Shu bei einer Veranstaltung in London für das kommende Jahr an. Man wolle bis Ende des Jahrzehnts ein führender E-Auto-Hersteller in Europa sein. Er bekräftigte auch den Start des Kompaktmodells Seagull in Europa, das unter 20.000 Euro kosten soll.

Im Dezember hatten die Chinesen den Bau einer Fabrik in Ungarn angekündigt, was durch die jüngste Visite des chinesischen Präsidenten Xi Jinping beim ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban unterstrichen worden war. Die rechtspopulistische Regierung, die eine sogenannte "illiberale Demokratie" verficht, hat sich stark an China als Handelspartner gebunden und fährt damit den gegenteiligen Kurs von EU-Ländern wie Deutschland, die die Abhängigkeit verringern wollen.

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