BYD und Hino Motors kooperieren bei E-Nutzfahrzeugen

Beide Konzerne haben eine strategische Kooperationsvereinbarung im Bereich Elektrofahrzeuge unterzeichnet.

Auf der Tokio Motor Show 2019 zeigte Hino die E-Plattform "Flat Former". | Foto: Tokio Motor Show
Auf der Tokio Motor Show 2019 zeigte Hino die E-Plattform "Flat Former". | Foto: Tokio Motor Show
Gregor Soller

BYD gehört zu den größten Herstellern elektrischer Nutzfahrzeuge weltweit und ist mittlerweile auch in Nordamerika sehr aktiv. Jetzt kooperieren die Chinesen auch mit Hino in Japan, der Nutzfahrzeugsparte von Toyota. Diese sieht zunächst die gemeinsame Entwicklung von elektrischen Nutzfahrzeugen vor und soll sich später auch auf weitere Bereiche wie den Vertrieb erstrecken. Mit der Kooperation wollen beide Firmen nach eigenen Angaben die weltweite Einführung rein elektrischer Nutzfahrzeuge beschleunigen.

Hino kooperierte bereits in der Vergangenheit mit Scania und erneuerte diesen Bund jetzt mit Volkswagens Nutzfahrzeugsparte Traton.  Neben dem gemeinsamen Einkauf von Teilen und Komponenten sei auch ein E-Mobilitätsteam aufgebaut worden. Das soll klären, welche Komponenten man für einen elektrischen Antrieb gemeinsam entwickeln könne. Außerdem entwickelt man mit dem Mutterkonzern Toyota zudem eine Brennstoffzellen-Version auf Basis des Hino Profia. Dabei nutzt Hino Basis-Technologie der nächsten Mirai-Generation. Und seit Anfang 2018 engagiert sich Hino im japanischen Joint Venture EV Common Architecture Spirit, das ebenfalls die Entwicklung von Elektromobilität weitertreibt.

Mit dieser Partnerschaftsvereinbarung erklärte Wang Jie, BYD-Vizepräsident und CEO der Nutzfahrzeugsparte, dass BYD Commercial Vehicle and Hino Motors sich der technologischen Innovation und der weltweiten Förderung der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen verschrieben haben.

„Die Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und japanischen Unternehmen wird der Entwicklung der Nutzfahrzeugelektrifizierung durch die Einführung führender Technologie und reicher Erfahrungen zugute kommen, was die weltweite Einführung rein elektrischer Nutzfahrzeuge beschleunigen wird.“

Taketo Nakane, Direktor und leitender Geschäftsführer von Hino, ergänzte dazu:

„Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit mit dem Ziel, elektrische Nutzfahrzeuge zu realisieren, die für die Kunden sowohl praktisch als auch wirtschaftlich wirklich vorteilhaft sind. Indem wir die Errungenschaften von BYD bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit der Elektrifizierungstechnologie und der Zuverlässigkeit von Hino zusammenführen, die auf jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung von Hybridfahrzeugen beruhen, werden wir die am besten geeigneten kommerziellen BEV-Produkte für den Verbraucher entwickeln und auf eine schnelle Markteinführung hinarbeiten.“

Was bedeutet das?

Die Elektrifizierung kommt auch bei den Nutzfahrzeugen – und da gehört BYD mittlerweile zu den ganz großen Playern, während Hino hauptsächlich auf den Heimatmarkt und einige Rechtslenker-Exportmärkte fokussiert ist. Beide Unternehmen sind auch in Nordamerika aktiv. Insofern macht die Kooperation Sinn. BYD hat mittlerweile viel Erfahrung und hohe Stückzahlen, Hino kann Qualität und Langlebigkeit.

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