BYD startet in Deutschland und Schweden

BYD wird auf dem Autosalon in Paris ausstellen und den Verkauf in Deutschland und Schweden starten. Vertriebspartner ist die Hedin Mobility Group.

BYD dürfte wohl das SUV Tang nach Europa bringen. | Foto: BYD
BYD dürfte wohl das SUV Tang nach Europa bringen. | Foto: BYD
Gregor Soller

Bereits im Oktober 2022 will BYD in Stockholm den ersten Showroom eröffnen, dazu sollen weitere in Deutschland kommen. In Norwegen ist BYD bereits präsent, in den Niederlanden möchte man zusammen mit Autohandelsgruppe Louwman starten. Offen ist noch, welche Modelle nach Europa kommen sollen.  BYD kündigt eine „Vielzahl der neuesten Modelle der BYD-Pkw-Palette“ an. Gesetzt sein dürfte wohl das allradgetriebene elektrische Midsize-SUV „Tang“, das bis zu 200 kW leistet und mit seinem 86,4 kWh-Akku nach WLTP bis zu 400 km Reichweite bieten soll. Die ersten Fahrzeuge sollen dann auch noch 2022 ausgeliefert werden, was in Deutschland vor allem wegen der Prämien relevant wäre.

Die Hedin Mobility Group hat nach eigenen Angaben weltweit über 125.000 Autos im Jahr 2021 verkauft. Die Gruppe betreibt insgesamt 235 Autohäuser und beschäftigt über 6.300 Personen in acht Ländern. Mit seinen 40 Marken hat Hedin 2,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Während die Schweden in den skandinavischen Ländern deutlich stärker vertreten sind, ist die Präsenz in Deutschland noch sehr jung: Die Tochter KW Autohaus GmbH betreibt einen Showroom in Bremerhaven und vertreibt ansonsten gebrauchte Verbrenner der Marken Dodge und Ram online. Der BYD-Vertrieb soll laut Hedin „über eine Reihe handverlesener Top-Händler in Deutschland“ erfolgen.

Michael Shu, General Manager und Managing Director, BYD Europe and International Cooperation Division, erklärt: „Wir glauben, dass der Zeitpunkt perfekt ist, um die Nachfrage der Verbraucher nach umweltfreundlicheren Lösungen zu erfüllen.“

Was bedeutet das?

Auch BYD hat bereits eine neue 800-Volt-Plattform im Köcher und zuletzt Modelle präsentiert, die deutlich wertiger und moderner erscheinen als die ursprünglichen Produkte: So hat man mit dem Dolphin einen charakterstarken E-Kompakten im Programm, während die Limousine Han und der neue Seal (Letzterer mit 800 Volt-Architektur) klar auf Tesla zielen. Und nachdem Europäer und Amerikaner noch keine vollen Programme ausgerollt haben und weitere chinesische Hersteller ihren Markteintritt angekündigt haben, ist für BYD wohl aktuell wirklich der beste Zeitpunkt.

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